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Nordfriesland Tageblatt

23. Oktober 2017 | 10:47 Uhr

Stadum : Der "vergessene" Einsatz

vom

Premiere für das Bataillon Elektronische Kampfführung 911: 19 Frauen und Männer übernehmen erstmals Aufklärungsaufgaben im Kosovo.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2013 | 08:49 Uhr

Stadum | Mit einem Appell sind 19 Soldaten des Bataillons Elektronische Kampfführung 911 in den Einsatz im Kosovo verabschiedet worden. Die Aufgabe des Sicherungszuges wird die Aufklärung vor Ort sein. Die Soldaten liefern Grundlagen, die für das Treffen politischer Entscheidungen von Bedeutung sind.

Bisher wurden von diesem Verband bereits einzelne Uniformierte als UN-Beobachter in Krisengebiete geschickt, es erfolgten Einzelabstellungen nach Afghanistan sowie die Unterstützung der in Eckernförde beheimateten Flottendienstboote. Nun geht erstmals ein Sicherungszug aus Stadum in den KFOR-Einsatz. "Sie sind unsere Premiere. Sie treten dabei in die bewährten Fußstapfen des Bataillons Elektronische Kampfführung 922/Bayern, die über eine Dekade in dieser Einsatzverpflichtung stand", sagte der Kommandeur, Fregattenkapitän Karsten Sinner. Er sei sich sicher, dass seine Soldaten diese Herausforderung mit Bravour meistern werden: "Sie sind gut vorbereitet, zeigen Engagement, den Willen zur Leistung und Herzblut und gehen hoch motiviert in den Einsatz."

Der KFOR-Einsatz, resümierte der Kommandeur, werde gern als der "Vergessene" bezeichnet: "Er läuft seit Jahren in vergleichbar sicherem Umfeld und ohne die bitteren Verluste, wie wir sie jetzt aktuell in Afghanistan durch den Tod eines deutschen Soldaten wieder vor Augen geführt bekommen haben." Wenn auch die Gefährdung vielleicht nicht vergleichbar sei wie die in Afghanistan, ungefährlich sei die Arbeit im Kosovo nicht. Gerade ein Einsatz, bei dem lange alles mehr oder minder friedlich gelaufen sei, berge Gefahren - beispielsweise bei einer plötzlichen Lageänderung. Deshalb appellierte Fregattenkapitän Sinner: "Seien Sie stets aufmerksam und wachsam, fühlen Sie sich nie zu sicher, bleiben Sie professionell." Er wünschte den Soldaten Erfolg, interessante Aufklärungsergebnisse, soldatisches Glück, ein friedliches Umfeld, vor allem eine heile und gesunde Rückkehr.

Die Soldaten, darunter drei Frauen, fliegen nach einer Urlaubswoche nach Prizren/Kosovo und werden zwischen dem 7. und 11. Oktober wieder in der Heimat erwartet.

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