Kommentar : Der richtige Weg

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shz.de von
05. November 2014, 05:00 Uhr

Milch aus Bayern, Ziegenkäse aus Frankreich oder Kartoffeln aus Ägypten – wer unbedarft den Einkaufswagen füllt, nimmt häufig weitgereiste Ware mit nach Hause. Dabei gibt es Milch, Käse, Kartoffeln und viel mehr auch von hiesigen Anbietern.

Die Idee des Regionalladens ist aus mehreren Gründen gut. Hersteller aus der Region müssen nicht darauf warten, dass sich jemand hinter den Deich in ihren kleinen Hofladen verirrt, sondern haben die Möglichkeit, ihre Bekanntheit, ihren Kundenkreis und ihren Absatz zu steigern. Kaufwillige müssen nicht durch halb Südtondern kurven, um die einzelnen Läden abzuklappern, sondern finden größtmögliche Vielfalt an einem Ort. Wahrscheinlich wird sich die Wertschätzung für hiesige Ware auch etwas im Preis niederschlagen. Wer aber qualitätsbewusst und kein Freund von Massenware ist sowie bedenklich findet, wenn Produkte tausende Kilometer hinter sich haben, wird sich kurze, transparente Wege zum Hersteller und das gute Gewissen auch etwas kosten lassen.

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