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Nordfriesland Tageblatt

23. Oktober 2017 | 08:45 Uhr

Der Fall "Bürgerwindpark Dagebüll"

vom

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Dagebüll | Nachdem das Land dem für den Bau des Windparks erforderlichen Flächennutzungsplan die Zustimmung versagt hat, geben sich die am Projekt beteiligten Dagebüller kämpferisch. Aus einer Gesellschafterversammlung berichten die Geschäftsführer vom "Bürgerwindpark Dagebüll", Lorenz Peter Jensen und Ralf Büchner. Stand der Dinge ist derzeit, dass vor dem Verwaltungsgericht eine Klage der Gemeinde gegen die Ablehnung der F-Plan-Änderung anhängig ist. Prozessbevollmächtigter ist Südtonderns Amtsvorsteher Peter Ewaldsen. Er bezeichnet die "Causa BWP Dagebüll" als einen Skandal. "In einem zugegeben strittigen Fall wurde eine dennoch getroffene Entscheidung zurückgenommen", so Ewaldsen.

Streitpunkt im Falle des BWP Dagebüll sind die dortige St.-Dionysos-Kirche und die auf sie zulaufenden Sichtachsen.

Landrat Dieter Harrsen, zusammen mit Bauamtschef Burkhard Jansen Gast der Versammlung, sprach von einer Suche nach Lösungen: einer Veränderung der Standorte und Reduzierung der Windmühlen. Der Landrat erklärte, er verstehe zwar die Situation, aber für sie sei das Land und nicht der Kreis verantwortlich. "Wir machen nur die Rechtsprüfung." Sein Kollege Jansen verwies auf den Abstand des Windparks zur Küste und auf denkmalsrechtliche Bedenken. Rechtsanwalt Dr. Andreas Hinsch, der die Gesellschaft berät, monierte, dass der Kreis in seiner Abwägung Ermessensspielräume nicht ausgenutzt habe.

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