zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 08:28 Uhr

Den Wandel aktiv gestalten

vom

shz.de von
erstellt am 16.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Nordfriesland | "Eine Rückkehr zur Schuldenpolitik vergangener Jahre wird es mit der CDU Nordfriesland nicht geben." Das bekräftigen Tim Hanke, Fraktions-Chef der Christdemokraten im Kreistag, und Heinz Maurus, ihr Spitzenkandidat für die Kreistagswahl. Nichts sei unsozialer, als zu Lasten künftiger Generationen zu wirtschaften. Deshalb müsse der Prozess der Haushaltskonsolidierung des Kreises in der Wahlperiode bis 2018 konsequent fortgesetzt werden. Dies ist einer von 13 Kernpunkten des Wahlprogramms "Zukunft für unsere Heimat". Die CDU peilt an, am 26. Mai ihre Position als stärkste kommunalpolitische Kraft in Nordfriesland zu verteidigen und im Kreistag die absolute Mehrheit zu erreichen.

Als größte Herausforderung der kommenden Jahre sieht sie den demografischen Wandel. Über den Masterplan Daseinsvorsorge bis zum Jahr 2025 hinaus wollen sie in der neuen Wahlperiode den Fokus verstärkt auch auf den Zeitraum bis 2040 lenken.

Um die bestmögliche Versorgung der ländlichen Räume im Zuge des Öffentlichen Personennahverkehrs aufrecht zu erhalten, fordern die Christdemokraten ein abgestimmtes Mobilitätskonzept, das künftig auch Bedarfs- und Ruf-Taxis bzw. -Busse einbezieht. Mit Blick auf das Klinikum und seine vier Standorte setzt sich die CDU weiterhin für eine flächendeckende Grund- und Akutversorgung in Nordfriesland ein. Ein weiterer zentraler Punkt sind gute Bildungsangebote und verlässliche Schulstrukturen für die Kinder. "Für uns gilt nach wie vor der Grundsatz kurze Wege für kurze Beine", betonen die Christdemokraten. Um dem Schulsterben auf dem Land zu begegnen fordern sie vom Land, die Mindestschülerzahl für Grundschulen von 96 auf 60 zu senken, wobei die Kommunen als Schulträger für eine gute Ausstattung zu sorgen hätten. Nordfriesische Eltern sollen nach Vorstellung der CDU auch künftig nicht an den Kosten der Schülerbeförderung beteiligt werden.

"Der Kern einer sinnvollen Gesellschafts- und Sozialpolitik ist für uns die Hilfe zur Selbsthilfe", heißt es im Wahlprogramm. "Aber es soll keiner auf der Strecke bleiben", betont Hanke. Zentrales Anliegen sei auch die "integrative und inklusive Gesellschaft".

Kein Verständnis dafür haben Hanke und Maurus, dass das Planfeststellungsverfahren für den B 5-Neubau im Zuge der Ortsumgehung Hattstedt vom Land aufs Eis gelegt worden sei: "Damit verschiebt man den Ausbau der B 5 auf den St. Nimmerleinstag."

"Die Aspekte Erreichbarkeit und Infrastruktur sind wichtig, auch um mit den Mitbewerbern mithalten zu können", sagt Maurus zum Tourismus. Die CDU bekennt sich zur Energiewende und zum schnellen Netzausbau, wendet sich aber gegen CO2-Endlager sowie Fracking in Nordfriesland. Und: Küstenschutzmittel dürften nicht für Ausgleichsmaßnahmen zweckentfremdet werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen