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Hubertusfahrt : Den Spaß ließ sich niemand nehmen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

23 Gespanne – mehr als gemeldet – starteten am Sonntag in Schardebüll bei herrlichem Herbstwetter zur Hubertusfahrt. Unterwegs holten Windböen und Regen die Fahrer und ihre Pferde ein.

Der in Leck ansässige „Reit- und Fahrverein Südtondern“ veranstaltete gestern seine schon traditionelle „Hubertusfahrt“ für Gespanne aller Kategorien. Ausgerichtet wurde sie vom Ehrenvorsitzenden der gastgebenden Vereins, Karl-August Johannsen (Schardebüll), dessen landwirtschaftlicher Betrieb zugleich als Treffpunkt für alle Teilnehmer vereinbart war. Für die Organisation des herbstlichen Vergnügens der Fahrfreunde zeichnete Claus Reckweg verantwortlich.

Die Personenwagen, Pferdeanhänger und Kutschen durften auf einer großen Fenne parken, nicht weit entfernt von einem eingerichteten Geschicklichkeitsparcours, auf dem jeder Kutschfahrer – auf freiwilliger Basis – sein Geschick im Lenken seines Gespanns erproben konnte. Für jeden galt, beim Durchfahren von zwölf Toren möglichst wenige der seitlichen Plastikkegel zu berühren. Siegerlisten für die Erfolgreichsten in dieser Disziplin wurden nicht geführt, deshalb auch keine Geld- oder Sachpreise ausgegeben. Die Teilnahme erfolgte somit gegebenenfalls „just for fun“, also nur zum persönlichen Vergnügen.

Anfänglicher strahlender Sonnenschein sorgte dafür, dass 23 von Ponys oder großen Pferden gezogene Kutschen – mehr als angemeldet – an den Start gingen, unter ihnen auch der Pony-Vierspänner von Volker Hansen. Assistiert wurde dem Niebüller von Hans Wilms. Auf den Sitzen der Kutschen nahmen Teams unterschiedlichster Größe und Zusammensetzung Platz. Auch ein Hofhund genoss es sichtlich, sich neben seinem Herrchen breit zu machen und durch die bunte Herbstlandschaft kutschieren zu lassen.

Die vorbereitete Fahrstrecke hatte eine Länge von 16 Kilometern. Wem diese zu lang erschien, durfte auch eine Abkürzung nehmen. Die Hauptstrecke führte vom Hof Johannsen zunächst in Richtung Stadum, bog dann in Richtung „Fischerhaus“ ab und mündete kurz darauf ein in den Langenberger Forst. An der „Petersburg“ am Ochsenweg wurde die Gelegenheit geboten, eine Rast einzulegen, um auch den Vierbeinern eine Ruhepause zu gönnen.

Völlig überraschend bezog sich plötzlich der Himmel. Kurz darauf prasselte aus tiefgrauen Wolken ein Regen hernieder, der den Freunden des Fahrsports die Freude an diesem vorübergehen ein wenig beeinträchtigte. „Uns war es wichtig, unseren auswärtigen Fahrfreunden die Schönheit unserer Landschaft zu zeigen. Dass dies teils bei strahlendem Sonnenschein, teils bei Regen und orkanartigen Sturmböen erfolgte, war so nicht vorhersehbar“, sahen Karl-August Johannsen und Claus Reckweg dies gelassen. Wieder an den Ausgangspunkt zurückgekehrt, stärkten sich die Teilnehmer der Hubertusfahrtmit einer heißen Ebsensuppe.

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erstellt am 28.Okt.2013 | 05:00 Uhr

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