Lecker Gastwirt lädt zum Essen ein : „Den Menschen etwas Gutes tun“

Zogen an einem Strang: Niko Chatzithomas, Freund und Aushilfe Triantafyllos Karaseridis, Servicekraft Anna-Asida Lagvilava und Patra Chatzithomas. (v.l.)
Zogen an einem Strang: Niko Chatzithomas, Freund und Aushilfe Triantafyllos Karaseridis, Servicekraft Anna-Asida Lagvilava und Patra Chatzithomas. (v.l.)

Essen ohne Rechnung für bedürftige Menschen: Der griechische Gastwirt Niko Chatzithomas lädt einmal im Jahr zu einem kostenlosen Essen ein.

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23. Dezember 2017, 02:30 Uhr

Leck | Wer das Restaurant „Taverna Sorbas“ kennt, weiß, dass es normalerweise um die Mittagszeit geschlossen hat. An diesem Tag aber drangen appetitanregende Düfte aus dem Gebäude: Ganz weit öffnete der Inhaber Niko Chatzithomas seine Türen für Menschen, die sich sonst einen Restaurantbesuch nicht leisten können. Rund 50 Gästen schmeckte das kostenfreie Essen vorzüglich.

Seit 48 Jahren lebt der griechische Gastwirt Niko Chatzithomas in Deutschland, seit 1980 betreibt er – mit einer kleinen Unterbrechung – die Taverne an der Karlsburg. All die Jahre richtete der allseits geschätzte Gastwirt den besonderen Mittagstisch aus. Es ist ihm ein Anliegen, Freude zu bereiten: „Das tut meiner Seele gut.“ Mit dieser Aktion führt Niko Chatzithomas eine Tradition weiter, die ihm sein Vater auf seiner Heimatinsel Kreta vorgelebt hatte. Auch er hatte einmal im Jahr Gäste ohne Rechnung bewirtet.

Das Teilen fällt dem griechischen Gastwirt wie auch seiner Ehefrau Patra nicht schwer. Im Gegenteil: „Wir leben von den Bürgern aus Leck und Umgebung. Mit dieser Einladung möchten wir dem Ort und den Menschen Gutes tun und ein klein wenig zurückgeben.“

Die Gäste-Auswahl haben Melanie Bohnsack, Kristiane Müller und Andreas Steensen vom Sozialzentrum Leck übernommen. Schnell waren 70 Interessenten mit Fingerspitzengefühl ausgesucht und eine Warteliste angelegt. Leider setzten sich nur 50 Leute an die gedeckten Tische. „Das ist schade, denn ich habe mehr Lebensmittel eingekauft und verarbeitet“, sagte Niko Chatzithomas. Trotzdem überwog die Freude, etwas Gutes tun zu können. An einem Strang zogen die Mitarbeiter: Sie kochten und bedienten, wuschen ab und räumten auf und verzichteten auf ihren Lohn für den guten Zweck.

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