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Nordfriesland Tageblatt

11. Dezember 2017 | 08:57 Uhr

Deichbau: Die Schonzeit ist vorbei

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Im Bauabschnitt zwischen Mole und Badestelle wurde die Grasnarbe abgefräst / Neues Schöpfwerk wurde an Hauptsielverband übergeben.

„Bei der Deichverstärkungsmaßnahme vor Dagebüll geht es jetzt in die Vollen“, sagte Bürgermeister Hans-Jürgen Ingwersen bei der Gemeindevertretung. Nachdem am 15. April die Schonzeit für den Deich abgelaufen ist, ist auch Bewegung in die Bauarbeiten zwischen Hafenmole und Jenswarft gekommen.

Zwischen Mole und Badestelle ist die Grasnarbe abgefräst worden. Doch damit droht jetzt kein Landunter: Der in Arbeit befindliche Deichabschnitt wird durch den in gleicher Länge vorgebauten Kajedeich vor der Flut geschützt, so dass im Trockenen gearbeitet werden kann. Der Kajedeich ist ein niedriger und vorübergehender Erddeich seewärts von der Baustelle.

In Dagebüll folgen jetzt die Arbeiten am Profil und der künftigen Deichkrone. Sie wird um 30 Zentimeter auf künftig 7,95 Meter über dem mittleren Meeresspiegel erhöht. Außerdem erhält der Deich eine flachere Außenböschung und entspricht damit auch dem neuen Klimaprofil, das künftigen Generationen weitere Deicherhöhungen erleichtert. Der neue Deich bleibt in der Linie des alten Deiches, verschiebt sich jedoch wenige Meter seewärts. Die Verstärkung ist erforderlich, weil der Deich nicht mehr den Sicherheitsanforderungen laut Fortschreibung 2012 des Generalplans Küstenschutz entsprach (wir berichteten).

Der Materialtransport für den Deichbau erfolgt binnen- und außendeichs zwischen Baustelle und Landesstraße L  191, so dass die Nordseestraße frei vom Lastwagen- und Baumaschinenverkehr bleibt und der Ortsteil Dagebüll-Hafen nicht belastet wird.

Kritischen Anmerkungen einer Besucherin der Gemeindevertretersitzung zufolge, werde entgegen einer früheren Zusage des Bürgermeister nicht genügend über den Deichbau berichtet. Der Bürgermeister wies diese Kritik zurück: „Es liegen Info-Flyer aus und auch die Pressestelle in Husum gibt Auskunft.“

Ingwersen teilte weiter mit, dass das neue Schlöpfwerk an den Deich- und Hauptsielverband (DHSV) übergeben und das alte Werk am Badedeich inzwischen abgerissen wurde.

Bürgermeister Hans Jürgen Ingwersen informierte zudem über Neuigkeiten aus der Gemeinde Dagebüll: „Vom Sozialverband klang an, dass die Mitgliederzahlen und der Beratungsbedarf stetig gewachsen sind.“ Am Fahretofter Hans-Momsen-Haus seien des Weiteren die Verbesserung der Zufahrt und die Gestaltung des Umfeldes im Gespräch.

Gemeindevertreter Bernd Jannsen kündigte an, dass im April 2018 die nächste HGV-Dorfmesse stattfindet. Ihr Motto laute „Handel und Handwerk hautnah“. Es sei vorgesehen, dass die Messestände in den Betrieben verbleiben und Besucher mit einem Shuttle-Bus durch die Gemeinde gefahren werden.



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