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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 03:41 Uhr

Deezbüller Ehrenmalsverein bleibt bestehen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

von
erstellt am 15.Apr.2015 | 11:16 Uhr

Der Verein zur Pflege des Deezbüller Ehrenmals – kurz Ehrenmalsverein – soll vorerst weiter bestehen bleiben. Das beschloss die Jahresversammlung des Vereins im „Oberstübchen“ der ehemaligen Deezbüller Feuerwache. Anlass, über die Zukunft des Vereins zu beraten, war die Verlegung des Ehrenmals vom bisherigen Standort auf den Friedhof der Apostelkirche und damit an einen Ort, der von der Öffentlichkeit besser wahrgenommen wird.

Vereinsvorsitzender Nommen Nommensen brachte diesen Punkt auf die Tagesordnung, weil künftig eine wesentliche Aufgabe des Vereins weggefallen ist, nämlich die Pflege der Anlage auf dem Gelände des früheren Deezbüller Pastoratsgartens. Geblieben sei künftig nur noch die Ausrichtung des Volkstrauertages mit der Niederlegung eines Kranzes. Nachdenklich gemacht habe auch der Rückgang der Mitgliederzahl von einmal mehr als 200 auf jetzt 150.

„Doch darum allein geht es nicht“, stellte Nommensen klar. Primäres Anliegen sei es doch, das Gedenken an die Gefallenen der beiden Weltkriege wachzuhalten und stets daran zu denken, wie jung die Soldaten waren, die „draußen“ ihr Leben ließen. Zudem verstärke die derzeitige Weltlage solche Gedanken. „Mit dem Fortbestehen des Vereins tragen wir dazu bei, Gedenken und Mahnung aufrecht zu erhalten.“

Dieser Ansicht war auch Bürgermeister Wilfried Bockholt. Er beglückwünschte den Ehrenmalsverein zu der Lösung mit der Verlegung der Gedenkstätte an einen von der Öffentlichkeit besser wahrzunehmenden Platz. Hochachtung äußerte er vor der damaligen Deezbüller Bürgerinitiative, die sich in den 1950-er Jahren in Form des Vereins bildete und die Gedenkstätte ins Leben rief. Auch der Bürgermeister erinnerte an die Schicksalsschläge, von denen viele Deezbüller Familien betroffen waren. „Daran kann man nicht vorbei gehen.“ Er dankte den Deezbüllern für ihr bisheriges Engagement. „Das Deezbüller Ehrenmal wechselte von einer Ewigkeit in eine andere“, fasste Nommensen zusammen.

Zu den Regularien: Theo Andresen wurde als 2. Vorsitzender und Telse Limbrecht als Schatzmeisterin wiedergewählt. Silke Tiedemann erstattete den Kassenbericht. Der Volkstrauertag 2015 soll wieder in der gewohnten Form stattfinden. Harro Limbrecht und Carsten Bernhard Carstensen wurden für 25-jährige Vorstandsarbeit geehrt.

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