Party im Charlottenhof Klanxbüll : Das Wunder ließ die Menge toben

Echte Einheizer: „Das Wunder“ sorgte im Charlottenhof für Party-Stimmung.
Echte Einheizer: „Das Wunder“ sorgte im Charlottenhof für Party-Stimmung.

Ein Fest für Schlager- und Popfans: Beim Konzert im Charlottenhof folgte Hit auf Hit.

Avatar_shz von
22. Oktober 2018, 14:05 Uhr

Darauf hatten alle Pop- und Schlagerfans gewartet: einmal die Charts der letzten Jahrzehnte rauf- und runter. In einer wilden Live-Performance der Spitzenklasse zündete „Das Wunder“ im Charlottenhof ein Feuerwerk mit den größten deutschen Hits.

Die Musiker von „Das Wunder“ hatten Superbenzin im Blut und brachten am Sonnabend eine Wahnsinnsenergie auf die Bühne. Fulminant das Gesangsduo: Filippo Grasso und Angelina Herrmann sorgten für ein gut abgestimmtes Vokalerlebnis; die eigene Interpretation der Lieder machte den Abend spannend. Etwa, als Udo Jürgens’ „Ich war noch niemals in New York“ plötzlich zum Reggae mutiert.

Klar war, dass die Gruppe die gesamte Bandbreite der Charts präsentieren wollte: egal, ob es Lieder von Helene Fischer oder die Knaller von Deichkind, Wir sind Helden oder Fettes Brot waren. Gleich zu Beginn wippte das Publikum mit, schaukelte sich langsam warm. „Diese Musiker haben Power“, meinte Bürgermeister Friedhelm Bahnsen, der Tresendienst hatte. Ausflippen durfte jeder, so zu „Oh Jonny“ von Jan Delay oder „1000 und eine Nacht“ von Klaus Lage. Hier konnte nun tatsächlich jeder die Lieder mitsingen, denn das Publikum war „so mittelalt“.

An diesem Abend gab es alles, was das Herz so begehrt: ein softes „Cello“; dazu drehte sich ein Pärchen und durfte kurz ins Mikrofon singen, fast wie Udo Lindenberg. Echte, alte Klasse bot der „Mambo“ von Herbert Grönemeyer. Alles wurde von der Combo gesangsstark dargeboten. Es ist eben die Kunst, mit genügend eigenem Pfeffer ein Stück aufzupeppen.

Mindestens drei der Musiker kennt man bereits: Die drei Ex-Luxuslärm-Mitglieder Henrik Oberbossel, David Rempel und Eugen Urlacher haben sich längst einen Namen gemacht. Angelina Herrmann gab überzeugend die „Gute-Laune-Braut“: „Ein Hoch auf uns!“ Der Hit des Jahres 2014 zur Fußballweltmeisterschaft von Andreas Bourani hat nichts an Würze und Schwung verloren. Die Menge tobte bereits, als nach der Pause „99 Luftballons“ von Nena ertönte. Das Medley der Neue-Deutsche-Welle-Erfolge hatte es in sich. Super war hier wieder einmal die Sängerin, die nicht zu schwitzen schien, angesicht eines irren Sportprogramms auf der Bühne.

Noch weitere Knaller folgten: Sternenhimmel, Skandal um Rosi, Irgendwie, irgendwo, irgendwann bis hin zum König von Deutschland. Das Publikum war so schnell nicht müde zu bekommen. Lautstark wurde „Hier kommt Alex“ von den „Toten Hosen“ gefordert. Das war ein Fall für Filippo Grasso, der sich mit Angelina Herrmann immer wieder kleinere Duelle lieferte.

Wie zu einem echten Heimspiel kam dann „Westerland“ von den Ärzten in den Charlottenhof. An den Tischen war längst Partystimmung ausgebrochen – man sang sich gegenseitig den Dauerbrenner in die Ohren. Doch auch der Ärzte-„Junge“ ließ es ein weiteres mal die Kehlen strapazieren. Ein „Kompliment“ der Sportfreunde Stiller wurde von der Band an das Publikum weitergereicht: „Ein echt toller Abend!“ Das Tempo blieb fast bis zum Schluss hoch. Immer weiter ging es mit den Hits – mit „An Tagen wie diesen“ von den Die Toten Hosen klang ein wundervoller Abend aus.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen