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Das Klinikum hat jetzt einen "Raum der Stille"

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erstellt am 17.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Niebüll | Neu im Klinikum Niebüll ist ein "Raum der Stille". Das schlicht und seinem Zweck angemessen ausgestattete Zimmer befindet sich auf der fünften Station gleich neben der Intensivstation. Dort können Angehörige von Verstorbenen Abschied nehmen und auch in einer der Situation angemessenen Atmosphäre Gespräche mit dem Arzt führen.

Der Raum ist zurückhaltend beleuchtet. Statt des im Hause nicht erlaubten offenen Kerzenlichts sind kerzenähnliche Leuchtkörper vorgesehen. Das Krankenbett von nebenan kann in den Raum hereingefahren werden. Eine multifunktionale Nutzung dieses Zimmer sei nicht auszuschließen, erläuterte der Ärztliche Direktor Dr. med. Hans Ralph-Burow, der in diesem Raum eine wichtige und richtige Einrichtung sieht und allen an seiner Einrichtung Beteiligten dankte.

Auf die Idee kam die Niebüllerin Greta Johannsen. Als ihr Ehemann Nahne von einem Jahr starb, fand sie den Raum, in dem sie von ihm Abschied nahm, kahl und bedrückend trist. Sie meinte, es könnte im Hause auch einen Raum geben, in dem man Situationen und Nachrichten aus dem Grenzbereich des Lebens besser ertragen könne. Sie wandte sich an den Krankenhaus-Förderverein. Und nicht nur das: Sie spendete einen Geldbetrag, aus dem sich etwas machen lässt. Ein offenes Ohr fanden sie und Karl-Heinz Schmidt (Förderverein) auch im Hause. Ralf Wauer (Krankenhaustechnik) hatte gute Ideen, die inzwischen realisiert wurden. Das Ergebnis, einen würdigen "Raum der Stille" (bei diesem Namen soll es bleiben), stellten die an diesem Vorhaben Beteiligten jetzt vor. Der Förderverein Kreiskrankenhaus Niebüll beteiligte sich mit einem Betrag von 3000 Euro an der Einrichtung dieses Zimmers.

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