Das große Potenzial der Region

Gädeke
Gädeke

Schloss Gottorfs stellvertretender Direktor zum Kultur-21-Festival des Kreises Nordfriesland

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02. Juni 2014, 17:24 Uhr

Vom 25. bis zum 28. September zeigt die nordfriesische Kunst- und Kulturszene im Husumer Nordsee-Congress-Centrum, was in ihr steckt. Den Rahmen bietet das Kultur-21-Festival des Kreises Nordfriesland. Und wenn es nach Projektleiterin Johanna Jürgensen geht, soll es nicht bei dieser einen Veranstaltung bleiben. „Wir möchten Kultur 21 zu einer Marke für Nordfriesland und sein blühendes Kulturleben ausbauen“, sagt die Leiterin der Kulturabteilung des Kreises. Im Mittelpunkt des ersten Festivals steht die Bildende Kunst. Und weil die Qualität das Maß aller Dinge sein soll, entscheidet eine Jury unter Leitung des stellvertretenden Direktors von Schloss Gottorf in Schleswig, Dr. Thomas Gädeke, wer am Ende dabei ist. Noch bis Mitte Juni sind Künstler, die entweder aus NF kommen oder der Region künstlerisch verbunden sind, aufgefordert, jeweils fünf Arbeiten ihrer Wahl einzureichen. Gädeke beantwortet dazu fünf Fragen unserer Redaktion.

Als Außenstehender, wie finden Sie die Idee des Kultur-21-Festivals?


Wie alles Neue ein Wagnis, aber umsichtig vorbereitet.

Festivals wie dieses stehen und fallen mit der Qualität, heißt es. Warum ist es so wichtig, die Latte hoch zu hängen?


Weil Werke mit hohem Niveau sich auf einer Ausstellung stärken.

Durch Ihre Arbeit sind Sie vielen namhaften Künstlern eng verbunden. Was sagen Sie denen, die noch unschlüssig sind, ob sie mitnachen sollen?


Es machen erstrangige Künstler und Kunsthandwerker mit, und ich möchte weitere gute Künstler ermuntern, dabei zu sein. Dabei geht es nicht um Namhaftes, sondern schlicht um Gutes, das man erkennen kann.

Schleswig-Holstein kann gerade in der Malerei auf eine reiche Tradition zurückblicken. Ist so ein Festival geeignet, an diese Tradition anzuknüpfen, ja sie sogar neu zu beleben?


Es geht ja nicht um Malerei allein und schon gar nicht um Tradition allein. Es soll gezeigt werden, ein wie großes Potenzial in der Region steckt. Angesprochen sind Künstler, die aus Nordfriesland stammen, solche die dort leben und solche, die dort einen Arbeits- oder Themenschwerpunkt haben.


Wenn Sie hinsichtlich des diesjährigen Festival-Schwerpunktes und speziell Ihrer Beteiligung daran einen Wunsch frei hätten, wie sähe der aus?

Dass mir durch bis dahin unbekannte Künstler eine neue Welt geöffnet wird.

Interview:

Rüdiger von Brocken

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