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Nordfriesland Tageblatt

25. November 2017 | 01:18 Uhr

Bau am Deich : Dagebüll wird zur Großbaustelle

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

In den nächsten Jahren soll der Strand für eine Deichsanierung gesperrt werden. An mehreren Stellen wird in der Gemeinde schon jetzt gearbeitet.

Ein großes Ereignis wirft seine Schatten voraus: Dieses Großereignis findet am Landesschutzdeich vor Dagebüll statt, der verstärkt wird und zwischen Haffdeich und Jenswarft mit Hafen und Badestrand zwei neuralgische Bereiche durchzieht. Das Binnenland ist in die Begleiterscheinungen dieser über sechs Millionen Euro verschlingenden Maßnahme insoweit einbezogen, als seine Bevölkerung für zwei Jahre auf das Baden in Dagebüll verzichten muss – die Besitzer der Badebuden und Deichwanderer inklusive. Einige dieser Maßnahmen sind bereits im Gange. Freilich muss man ein wenig genauer hinschauen, um sie wahrzunehmen.

Da ist zum Beispiel der Bau des neuen Schöpfwerks und die Gestaltung des Deichtorplatzes. Das neue Schöpfwerk ersetzt den hinter dem Badedeich liegenden Altbau und wird wie bisher die überschüssigen Niederschlagsmengen aus dem Osewoldter und dem Dagebüller Juliane-Marien-Koog in die Nordsee pumpen. Die Baumaßnahme kostet den Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) 2,7 Millionen Euro. Die Gemeinde Dagebüll ist mit etwa 250  000 Euro beteiligt. Der Neubau muss bis Ende September fertig und der für die Maßnahme geöffnete Deich wieder dicht und für die Herbst-Sturmfluten gewappnet sein. Der Deichtorplatz, künftig zentraler Veranstaltungsplatz im Ortsteil Dagebüll Hafen, erhält eine Zuschauertribüne. Die Vorarbeiten dafür sind angelaufen. Ebenso hat die Verlegung von Versorgungsleitungen entlang des für den Verkehr gesperrten Haffdeichs begonnen.

Ab Mitte Juni sollen die ersten Arbeiten an der Deichverstärkung starten. In Angriff genommen wird zuerst der Deichabschnitt nördlich der Mole. Zwischen Inselparkplatz und Nordseestraße ist der Bau eines Verbindungsweges vorgesehen, der auf die neue Ladenzeile hinzielt. Vorgesehen ist ferner die Verlegung des Campinplatzes, dessen neuer Standort zwar noch nicht feststeht, jedoch in der Nähe des Inselparkplatzes denkbar wäre. Geplant ist ferner der Bau einer Veranstaltungshalle, für die noch ein Standort gesucht wird, der möglichst zentral liegen soll.

Mit weiteren 29 Ferienhäusern an der Nordseite der Nordseestraße hat sich der Ortsteil Dagebüll baulich weiter verdichtet. Insgesamt bietet der Investor „Holzhäuser und Zimmerei Richardsen GmbH“ jetzt in der Dagebüller Ferienhaussiedlung 85 Einheiten an. Der letzte Abschnitt dieses Ferienhausgebiets im Rahmen des Dagebüller B-Plans 12 soll Mitte Juni fertig sein.

Am Dagebüll Strand kann in diesem Jahr noch gebadet werden, nächstes und voraussichtlich auch übernächstes Jahr allerdings nicht. Die Gemeinde Dagebüll biete dann Ersatz an, teilte Bürgermeister Hans-Jürgen Ingwersen auf Anfrage mit. So soll zur Badestelle Schlüttsiel ein Shuttle angeboten werden. Ferner steht das beheizte Schwimmbad am Hans-Momsen-Gemeindehaus im Ortsteil Fahretoft zur Verfügung. Der Dagebüller Badestrand wird in diesem Jahr am zweiten Juni-Wochenende eröffnet und bleibt bis zum 12. September in Betrieb. Die Wachstation am Strand wird wieder von Mitgliedern der Schwimmabteilung des TSV Rotweiß Niebüll besetzt.

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