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Nordfriesland Tageblatt

18. Oktober 2017 | 09:54 Uhr

Dagebüll plant weitere Feriensiedlung

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ein privater Investor will in Dagebüll-Hafen bis zu 20 Immobilien errichten / Gemeinde stellt die Weichen für das Vorhaben

von
erstellt am 04.Feb.2015 | 12:53 Uhr

Die Gemeinde Dagebüll bastelt weiter an ihrem touristischen Profil: Knapp ein Jahr nachdem der Ortsteil durch eine kleine Flaniermeile aus bunten Holzgebäuden aufgewertet wurde und ein Investor eine Siedlung mit 55 Ferienhäusern finanzierte, soll der Strukturwandel jetzt weitergehen.

„Der gleiche Investor aus Langenhorn möchte weitere 15 bis 20 gewerbliche Immobilien im Ortsteil Dagebüll-Hafen bauen“, berichtet Bürgermeister Hans-Jürgen Ingwersen. In der Gemeinde stoßen diese Pläne schon jetzt auf Zustimmung. Entsprechend trieb man während der jüngsten Gemeindevertretersitzung die Aufstellung eines vorhabenbezogenen B-Plans 12 voran. So soll der Weg für die neue Feriensiedlung gegenüber des Hotels Neuwarft nördlich der Nordseestraße freigemacht werden.

Ob sich die Optik der geplanten Neubauten an der Holzbauweise der gegenüberliegenden Feriensiedlung orientieren wird, ist laut Bürgermeister Ingwersen noch offen: „Über die Gestaltung der Gebäude wird noch zu reden sein. Entschieden ist bisher nur, dass es sich wieder um gewerbliche Ferienhäuser handeln soll.“ Die geplante Erweiterung passe zum mehrstufigen Entwicklungsplan, der den Ortsteil fit für den touristischen Wettbewerb der nächsten Jahrzehnte machen soll.

Nach der Aufstellung des vorhabenbezogenen B-Plans steht die Marschrichtung für die Gemeinde jetzt fest: „Die Bauleitplanung wird erfahrungsgemäß etwa sechs Monate in Anspruch nehmen“, rechnet Ingwersen vor. Entsprechend könne, vorausgesetzt alle Gespräche verlaufen erfolgreich, zum nächsten Winter mit der Erschließung des Areals begonnen werden. „Sicher ist aber wohl, dass in diesem Jahr keine neuen Häuser mehr entstehen werden.“

Um die touristische Erweiterung des Ortsteils weiter voranzutreiben, wurde jetzt auch ein neues Planungsbüro mit ins Boot geholt. „Wir wollen auch weiterhin von frischen und kreativen Ideen profitieren“, so Ingwersen.

Nächste Maßnahme der Gemeinde, um sich für den künftigen Wandel flexibel aufzustellen, ist nun die Zusammenlegung der bestehenden Flächennutzungspläne. Einen entsprechenden Beschluss fasste jetzt die Gemeindevertretung in ihrer 11. Sitzung. Sie entsprach damit einer seit langem bestehenden Notwendigkeit, einmal das gesamte Gemeindegebiet zu überplanen. Dieses bestand vormals aus den Gemeinden Dagebüll, Fahretoft, Juliane-Marien-Koog und Waygaard, die sich 1978 zur Gemeinde Dagebüll zusammenschlossen. Das Planungsprozedere ist, wie Ute Watermann (Bau- und Planungsabteilung des Kreises) erläutert, abgeschlossen. Jetzt bedürfe der neue F-Plan noch der Genehmigung durch den Innenminister. 

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