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Tierisches aus Aventoft : Dackel Bruno mag es gern gemütlich

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Wenn Dackel Bruno hundemüde ist, deckt er sich mit einer Decke selbst zu. Der Langhaar-Rüde aus Aventoft hat mit seiner gemütlichen Art das Herz seines Frauchens erobert. Auch wenn das Tier sie einmal ihre gesamte Monatsrente kostete.

shz.de von
erstellt am 27.Sep.2013 | 06:15 Uhr

Eigentlich ist der achtjährige Zwerglanghaardackel-Rüde Bruno ein ganz normaler Haus- und Schoßhund und dazu natürlich die ganz große Liebe von Frauchen Vera Lindemann in Aventoft. Er schlägt auch gleich Alarm, wenn jemand an der Türklingel im Haus Tegelmark schellt.

Aber wenn es um seine täglichen Ruhe- und Schlafphasen geht, dann zeigt Bruno sein besonderes Können, denn der Vierbeiner hat sich ein ganz besonderes Ritual angewöhnt. Ist er müde, legt er sich nicht nur wie seine Artgenossen in sein gemütliches molliges Körbchen, sondern er deckt sich darin auch noch bis über die Ohren mit einer Wolldecke zu. Und dies erledigt nicht etwa sein Frauchen. Nein, Bruno selbst unterhöhlt die Decke und bewegt sie so lange mit seiner Schnauze, bis er sie ganz über sich gezogen hat und fast nur noch Nase und Augen herausschauen.

Sein Körbchen steht normalerweise auf dem Fliesenfußboden in der Küche. Da Bruno es immer gern recht warm und mollig haben will, zieht er dann selbst vor dem Nickerchen nach dem Frühstück sein Körbchen ganz dicht an die Heizung heran, klettert hinein und deckt sich zu.

Stellt Vera Lindemann dann Brunos Körbchen abends in das Wohnzimmer, so legt er sich auch dort hinein und vollzieht das übliche Prozedere. „Bruno ist ein sehr kluger Hund“, ist sich Vera Lindemann sicher.

Als die Aventofterin krankheitsbedingt einmal für zwei Monate mit ihrem Dackel bei der Tochter in Glücksburg wohnte, stellte man sein gewohntes Körbchen in die Küche. Das schien Bruno aber zu ungemütlich zu sein, denn kurzerhand zog er seine Decke aus dem Korb und legte sich zum schlafen auf das Sofa in die Stube – natürlich zugedeckt. Als er dann von Tochter Sylvana eine Hunde-Knabberstange bekam, schleppte er diese in die Ecke des Gäste-WCs. Da er sie dort verständlicherweise nicht verbuddeln konnte, holte er aus dem offenen Schrank zwei Gästehandtücher und deckte damit seine Knabberstange zu.

Obwohl Rüde, nahm sich Bruno in Glücksburg auch schnell eine einjährige gleichgroße Hundedame von Verwandten zur Freundin. Eines abends waren beide jedoch verschwunden. Bei einer großen Suchaktion entdeckte man das kleine Hunde-Pärchen schließlich etwas hechelnd aber doch wohlauf beim Schlosssee. Aber leider erlitt Bruno in Glücksburg auch einen schlimmen Unfall, als er vom Haus auf der anderen Straßenseite einen anderen Hund sah und über die Straße laufend von einem Auto erfasst wurde. Sofort zum Tierarzt gebracht, wurde Bruno am Tropf gelegt und bekam einen Katheter, denn er hatte sich einige Knochenbrüche und eine Verletzung der Pfote zugezogen.

Die Behandlung ging über mehrere Wochen. „Meine Monatsrente ging für die Tierarztkosten drauf“, so Vera Lindemann, die sich aber freut und dankbar ist, dass ihr Bruno nun wieder ganz gesund und top fit ist.

Ende 2009 hat Vera Lindemann den Dackel, durch ein Zeitungsinserat aufmerksam gemacht, zusammen mit ihrer Tochter geholt. „Es war Liebe auf den ersten Blick“, so Vera Lindemann, „denn er sprang sofort zu mir ins Auto auf meinen Schoß und fühlt sich seit dem sauwohl!“

Die Aventofterin kann sich ein Leben ohne Hund gar nicht mehr vorstellen. Für sie ist es bereits der siebte Dackel, der zur Familie zählt. Als Brunos Vorgänger „Jonas II“ im August 2009 starb, war Vera Lindemann drei Monate ohne Hund. „Ich wäre in dieser Zeit fast verrückt geworden“, schilderte die Friesin ihr damaliges Empfinden und ist nun froh, ein so intelligentes und liebenswertes Tierchen gefunden zu haben.

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