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Nordfriesland Tageblatt

23. Oktober 2017 | 23:07 Uhr

Da sein in schweren Zeiten

vom

Hospizverein leistete 2012 rund 5000 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit in der Sterbe- und Trauerbegleitung

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Niebüll | "Wir möchten Menschen in schweren Situationen beistehen - egal ob ambulant oder stationär." Das erklärte Christel Tychsen, Vorsitzende des Hospizvereins Südtondern, der seine Jahresversammlung abhielt. Die ambulante Hospizarbeit gibt es nach den Worten der Vorsitzenden seit vielen Jahren. Der Hospizverein steht vor seinem 20-jährigen Bestehen. "Mitglieder und Ehrenamtler haben den Hospizgedanken in unserer Region verbreitet und gelebt", sagte Christel Tychsen.

Sie sei sehr stolz darauf, erklärte die Vorsitzende - stolz auch darauf, dass der Hospizgedanke salonfähig geworden ist. "Sogar die Politik hat das begriffen und dafür gesorgt, dass die Krankenkassen Gelder für die ambulante Hospizarbeit zur Verfügung stellen." Das Geld sei für die hauptamtlichen Kräfte und deren Aus- und Fortbildung erforderlich. "Sonst könnte diese wertvolle Arbeit nicht geleistet werden."

Dank an Helfer


Christel Tychsen dankte den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen. "Sie helfen Menschen vor Ort. Sie sind absolut wichtig in der Hospizarbeit."

Dank und Anerkennung der Vorsitzenden galten auch Heike und Ute Matthiesen, den beiden Hauptamtlichen, für einen guten Job und das glückliche Händchen, immer die richtigen Ehrenamtlerinnen in die richtigen Familien geschickt zu haben. In ihrer Arbeit verbänden sich Erfahrung und ein gutes Gespür miteinander. Die ambulante Arbeit des Vereins ist nach Angaben der Vorsitzenden vor zwei Jahren mit in das Wilhelminen-Hospiz eingezogen. Es habe sich da eine gute und kompetente Zusammenarbeit entwickelt. "Es klappt wunderbar. Wir unterstützen uns gegenseitig." In ihren Dank bezog sie auch die Mitarbeiterinnen ein, die den ehrenamtlichen Dienst im Hause nur im Servicebereich machen und Gästen und Besuchern zu Diensten sind.

Heike Matthiesen nannte Zahlen. Danach wurden im vergangenen Jahr 105 Sterbe- und Trauerbegleitungen geleistet: 40 ambulante, 31 in Pflegeheimen, drei im Krankenhaus und 17 im Hospiz. Im Einsatz waren 39 ehrenamtliche Kräfte. Der Arbeitsumfang belief sich 2012 auf rund 5000 ehrenamtlich geleistete Stunden.

Im Amt bestätigt


Schatzmeisterin Käthe Meklenburg bewirtschaftete einen Vereinsetat mit einem Volumen von 78 737 Euro, aus dem Ausgaben von 73 080 Euro bestritten wurden. Helga Herrmann (Schriftführerin) und Sigrid Oldsen (1. Beisitzerin) wurden wiedergewählt, desgleichen Christel Tychsen.

Margot Mehn und Thurid Pörksen, beide ehrenamtliche Mitarbeiterinnen, berichteten aus ihrer Arbeit. "Es ist eine Arbeit, die immer mehr wird", erklärte Margot Mehn. "Und wie eine Wundertüte", fügte sie hinzu, zumal immer einige Zeit vergehe, bis man einander kennengelernt hat. Es gelte dabei auch, auf die Familienmitglieder einzugehen, vor allem auf die Kinder. "Wir haben in der einen oder anderen Familie auch viel gelacht - und Freude gehabt." Für einen verstorbenen Vater sei auch mal ein Rap gesprochen worden, zu dem jeder in der Familie mit einem Vers beitrug. In einem Vers hieß es: "Mein Vater, mein Vater - du bist gestorben und sitzt auf einem Stern - mal bist du nah, mal bist du fern."

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