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Geld für Schule in Tansania : Crowdfunding finanziert Flugkosten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

33 Geld-Spender haben die Begegnung von Schülern der Niebüller FPS und der SUN-Secondary School in Tansania unterstützt.

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2017 | 12:18 Uhr

Der Freundeskreis der Friedrich-Paulsen-Schule (FPS) kam in den Genuss eines Schecks über 1505 Euro aus dem Crowdfunding der VR-Bank Niebüll. Das Besondere beim Finanzierungskonzept Crowdfunding ist, dass eine Vielzahl an Menschen ein Projekt finanziell unterstützt haben. Die VR Bank hat 250 Euro dazugegeben.

Zunächst hatten die Freunde des Niebüller Gymnasiums die Begegnung zwischen Schülern der FPS und der SUN-Secondary School in Mpanda (Tansania) unterstützt – leihweise aus ihrem kleinen Etat, der mit dem Scheck wieder bessere schwarze Zahlen schreibt, wie Freundeskreis-Vorsitzender Sönke Petersen erklärte.

Die FPS-Freunde halfen aus, um die mit hohen (Flug)Kosten verbundene Begegnung zu finanzieren. Die jungen Afrikaner/innen unter Führung von Schulleiterin Anna Ussiri hatten auf Einladung der FPS einen Besuch des FPS-Schulchores von Sommer 2016 erwidert. Folgerichtig standen beide Begegnungen auch im Zeichen der Musik – und zwar hüben wie drüben.

Top-Ereignis des dreiwöchigen Besuchs waren die beiden deutsch-afrikanischen Konzertabende in der Mensa. Die von Gästen und Gastgebern aufgeführte und von FPS-Musiklehrer Oliver Schultz-Etzold eingerichtete und dirigierte Revue trug den Titel „Ebony and Ivory“, der in der Übersetzung zwei Lesarten zulässt – einerseits den Unterschied zwischen den beiden Kontinenten, zum anderen sind es die schwarzen Tasten und elfenbeinfarbenen Tasten des Pianos. Die Revue war bekanntlich ein großer Erfolg.

Die 16- bis 18-jährigen afrikanischen Gäste sind mit vielen Eindrücken vom fernen Nordfriesland und seinen gastlichen Bewohnern heimgekehrt und längst wieder in ihrer Schule der „Sisters of Ushiri wa Nema“ (frei übersetzt: Gemeinschaft der Gnade). Deutsche und tansanische Schüler werden diese Begegnung in guter Erinnerung behalten.

Wie es um die Zukunft der Kontakte zwischen „Niebüll und Mpanda“ steht? Oliver Schultz-Etzold: „Mal sehen.“ Er, Musiklehrer an der FPS und Initiator der Begegnung, bezieht die Fluktuation an der Schule in seine Gedanken mit ein. Doch zunächst steht er noch selbst unter dem Eindruck dieses Erlebnisses, an das Schüler, Lehrer und Eltern gerne zurückdenken.

Der Scheck aus dem Crowdfunding, einem Online-Finanzierungsmodell von der Plattform der VR-Bank, die damit bereits andere Projekte unterstützte, bedeutet zwar einen finanziellen Schlussstrich zu einem außergewöhnlichen Vorhaben, bot aber nochmals Anlass, sich eines kühnen und nicht alltäglichen Unternehmens zu erinnern. Den Scheck überreichte Carolin Iwersen vom VR-Marketing. Sie dankte den 33 Spendern, die beim Crowd-Funding mitgemacht haben.


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