Veränderungen beim größten Arbeitgeber : CPI: Pecher geht, Isecke übernimmt

sven isecke

Zudem wurde CPI von der Circle Media Group gekauft.

shz.de von
08. August 2018, 07:00 Uhr

Gleich mehrere Veränderungen gibt es beim größten Arbeitgeber in Leck: Günter Pecher (Foto oben), Geschäftsführer von CPI Clausen & Bosse, hat gestern seinen Abschied von CPI angekündigt. Seine Nachfolge tritt Sven Isecke an, bislang technischer Leiter. Der Wechsel an der Führungsspitze habe nichts mit einer anderen Veränderung zu tun, die vor kurzem über die Bühne gegangen ist, hieß es aus dem Unternehmen in Leck. Ende Juli hat nämlich die Circle Media Group mit Sitz in Amsterdam die Bücherdruckgruppe CPI erworben, zu der auch Clausen & Bosse in Leck gehört.

„Nach mehr als 20 Jahren in verschiedenen Führungspositionen im Buchgeschäft am Standort in Leck tätig, stellt sich Günter Pecher zum Jahresende neuen Herausforderungen außerhalb der CPI“, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. „Pecher startete seine Karriere als Leiter der Druckerei bei Clausen & Bosse. Zusätzlich zu seiner Berufung zum Geschäftsführer im Jahr 2009 koordinierte er die technische Ausrichtung der CPI Germany und war damit maßgeblich an der erfolgreichen digitalen Transformation der Unternehmungen in der Gruppe beteiligt“, teilt das Unternehmen weiter mit, bei dem rund 500 Mitarbeiter in Leck beschäftigt sind.

Die Geschäftsführung von CPI Clausen & Bosse wird ab dem 1. Januar 2019 Sven Isecke übernehmen. Dr. Oliver Kranert wird ihn laut Mitteilung bei seinen Aufgaben unterstützen. Sven Isecke hatte nach seinem Maschinenbaus-Studium verschiedene Führungspositionen bei Gruner + Jahr Axel Springer, Prinovis und zuletzt bei Giesecke & Devrient inne, bevor er 2015 zu CPI kam.

Weder durch den Personalwechsel noch durch die Übernahme durch Circle Media seien größere Veränderungen für den Standort in Leck zu befürchten, sagte Sven Isecke gestern auf Nachfrage. „Die Produktion von Büchern und Drucksachen wird auch unter dem Dach der Circle Media Group als separates Standbein weitergeführt.“ Veränderung bedeute grundsätzlich immer Risiko, aber auch Chance.

Er wisse, dass er große Fußstapfen ausfüllen müsse, sagte Isecke weiter: „Günter Pecher hat maßgeblich Anteil daran, dass das Unternehmen weiterhin in dieser Größe und Stärke besteht.“ Er sei sich bewusst, welchen Respekt Pecher in der Region genieße, so Isecke. Er sei in den vergangenen drei Jahren als rechte Hand Günter Pechers bereits in viele Entscheidungen und Prozesse eingebunden gewesen: „Jetzt trete ich aus dem Windschatten heraus und stelle mich dem Wind. Ich freue mich sehr auf die Herausforderung.“

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen