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Junge Art : Chapeau für Niebülls junge Kunst-Szene

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der Niebüller Kinder- und Jugendbeirat hat eine erste kräftige kulturelle Duftmarke gesetzt. Die Junge-Art-Veranstaltung in der Niebüller Mensa war ein Hit.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2014 | 13:32 Uhr

Die Jugendlichen strömten in Scharen zu dem selbstorganisierten Festival. „Wir haben es in die Hand genommen“, sagte Rouven Leonavicius in seiner Ansprache. Er summierte den Einsatz auf persönlich 140 Stunden. Von seinen zwölf Mitstreitern ließe sich etwas Ähnliches berichten. Bei allem Stress stand bei Rouven und der gesamten Truppe die gute Laune im Vordergrund. Und die Überzeugung „Niebüll hat Potenzial“.

Ab 17 Uhr gab es 60 Kunstwerke zu bestaunen. Jede Menge an Musik mit Bands aus der Umgebung, Gespräche und spontanes Wirken am Kreativtisch. Das Thema der Ausstellung lautete nämlich „Moderne Jugend“. Dazu gab es eine spannende Vielfalt an Werken. Eingereicht wurden nicht nur Bilder und Fotografien, sondern auch Gedichte und Texte. Preisverdächtig war auf jeden Fall die Gestaltung der Mensa, nicht allein als Kunsthalle ein Ereignis. Denn schließlich gab es neben der Kunst auch noch Fotografie, Poetry Slam und als Gast den Flensburger Liedermacher Rasmus Hoffmeister (Voice of Germany).

Bürgermeister Wilfried Bockholt, der selber Anregungen mit auf den Weg gegeben hatte, lobte dann auch das Engagement der Jugend. Innerhalb kurzer Zeit sei hier etwas Einmaliges entstanden. „Hut ab oder Chapeau!“, meinte das Stadtoberhaupt. Hilfe gab es von überall. Der Dank ging an die Schüler aller Niebüller Schulen und an die Eltern – aber auch an das Stadtmarketing, namentlich Holger Heinke, an Erika Spaude mit ihren vielen Kontakten und an die Sponsoren.

Mit der Band „Nina Nova“ ging es entspannt in den Abend, es folgte „Land in Sicht“ mit neuem Schlagzeuger (der „alte“ Fridjof Vogelsang ist derzeit in New York). Die Mensa blieb ein Magnet bis zum Schluss gegen 23 Uhr. Absolut hitverdächtig zudem: das Knetmännchen-Kino hinter der Bühne. Witzig, einfallsreich, zeitgemäß und sehr charmant. Diese Veranstaltung schreit nach Wiederholung. Man kann nur hoffen, dass der Kinder- und Jugendbeirat seinen Schwung behält. Sie dient auch der Stadt, denn „ihr ahnt ja gar nicht, wie bekannt Niebüll ist“, freute sich Rouven, der als Musiker von Roast Apple gerade preisgekrönt durch die Republik tourt. Und vielleicht wurde auf dem Junge-Art-Event das nächste Talent inspiriert – oder bereits entdeckt.


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