Chancen für Neubürger

Das Wohbaugebiet „Am Teich“ soll um acht Bauplätze erweitert werden.
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Das Wohbaugebiet „Am Teich“ soll um acht Bauplätze erweitert werden.

Die Gemeinde Westre plant die Erweiterung ihres Baugebietes und bemüht sich ebenfalls um einen Weiterbau des Radweges

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22. Januar 2015, 11:09 Uhr

Die jüngste Sitzung der Gemeindevertretung Weste begann mit einem Lob in der Einwohnerfragestunde. Ein Bürger sprach dem Gremium seinen Dank dafür aus, dass es die Hebesätze für die Grundsteuern A und B gesenkt hatte (wir berichteten).

Mit dem Planungsziel, das bestehende, nördlich der „Hauptstraße“, südwestlich der „Dorfstraße“ und östlich der Straße „Am Teich“ gelegene Wohnbaugebiet um acht Bauplätze zu erweitern und zugleich die erforderlichen Ausgleichsflächen auszuweisen, beschloss die Gemeindevertretung einstimmig, die 2. Änderung und Erweiterung des Bebauungsgebietes Nr. 1 aufzustellen. Auf einen im Einzugsbereich liegenden, aber nicht mehr bewirtschafteten Resthof wurde hingewiesen. Eine frühzeitliche Beteiligung der Öffentlichkeit („Bürgerbeteiligung“) hatte unmittelbar vor der Sitzung stattgefunden. Der Entwurf des Planes und dessen Begründung sollen öffentlich ausgelegt und allen Trägern öffentlicher Belange zur Kenntnis gegeben werden.

Die Schleswig-Holstein Netz AG wird nach eigenem Bekunden eine Oberleitung abbauen und in den Grund verlegen. Bei diesen Arbeiten würde es sich anbieten, zugleich Leerrohre für die Breitbandversorgung mitzuverlegen. Für die dabei anfallen Kosten müsste die Gemeinde in Vorleistung gehen. Vor einer entsprechenden Beschlussfassung stellte sich heraus, dass von der Breitbandgesellschaft keine Kostenschätzung vorlag. Deshalb musste der Tagesordnungspunkt vertagt werden.

Wie berichtet, hatte die Gemeindevertretung Westre in ihrer jüngsten Sitzung den Beschluss gefasst, einen Fahrradweg in Richtung Süderlügum bis zur Ortsgrenze (an der Gaststätte „Waldkrug“) zu bauen. Die Gemeindevertretung Süderlügum hatte dagegen lediglich beschlossen, für den weiteren Verlauf des Radweges Grundstücke zu erwerben, mit dem Bau des Weges aber noch zu warten. Für eine sinnvolle Anbindung an die Gemeinde Süderlügum wäre es wünschenswert, dass der Radweg zumindest bis zum Jugendwaldheim fortgeführt wird. Deshalb wurde Bürgermeister Peter Max Hansen nunmehr einstimmig beauftragt, bei der Gemeinde Süderlügum anzufragen, ob diese vielleicht doch bereit sei, die rund 600 Meter lange Teilstrecke schon jetzt auszubauen.

Eine von Amtsvorsteher Peter Ewaldsen angeregte Spende zugunsten der Sanierung des Bewegungsbades des Krankenhauses Niebüll wurde – bei einer Enthaltung mit je vier befürwortenden und ablehnenden Stimmen – also mit der denkbar knappsten Stimmenmehrheit, verweigert.

Gegen Ende der Versammlung kamen Beschwerden darüber zur Sprache, dass Landwirte zu dicht an Gemeindewege heran gepflügt hätten. Bürgermeister Hansen und Gemeindevertreter Heiko Nissen erklärten sich bereit, den Sachverhalt zu überprüfen und gegebenenfalls die von dem Vorwurf betroffenen Landwirte anzusprechen.

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