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Jahreshauptversammlung : CDU ehrt „Mister Küstenschutz“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Der CDU-Ortsverband will die Bürger noch stärker einbeziehen. Uwe Sönnichsen wird auf der Jahreshauptversammlung für seine 65-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Niebüll | Der CDU-Ortsverband Niebüll feierte ein seltenes Jubiläum: Landesvorsitzender und Mitglied des Bundestags Ingbert Liebing ehrte den Niebüller Uwe Sönnichsen für 65-jährige Mitgliedschaft. Das Niebüller Urgestein der Union ist Mitgründer Jungen Union. Auf Sylt ist er durch seine Vorträge als „Mister Küstenschutz“ bekannt. Er war Gast von Konrad Adenauer und schnupperte Zigarrenrauch von Ludwig Erhard. Auf der Jahreshauptversammlung im Friesenhof wurde der Jubilar mit Standing Ovations geehrt.

Für den Ortsverband war 2015 ein ruhiges Jahr. „Das wird sich aber schnell ändern“, blickte der Vorsitzende Andreas Kusserow voraus und kündigte an, die Bürger weiterhin stärker in Entscheidungen einzubeziehen. Auch sollten wieder Mitglieder geworben werden. Der CDU-Fraktion in der Niebüller Stadtvertretung attestierte Kusserow gute Arbeit, über die Bernd Neumann informierte und das Bild einer lebendigen und weiter im Aufwind befindlichen Stadt skizzierte, die gespannt auf ihren 10  000. Einwohner wartet. Zurzeit werde das aktuelle Geschehen von Themen wie Breitbandnetz, Wohnen für behinderte Menschen im Ruhestand sowie Niebüll als Bildungsstandort bestimmt. Wegen des Klinikums stehe die Stadt in stetem Austausch mit den Entscheidungsträgern.

Liebing bescheinigte der Niebüller CDU eine „ordentliche und lebhafte Arbeit“. Über die Bundes- und Landespolitik spannte er einen weiten Bogen. Wo es Unruhe und Veränderungen gebe, seien diese weitgehend von außen bestimmt. Auf das Flüchtlingsproblem anspielend sprach er sich für eine konsequente Unterscheidung von Asylbewerbern aus. „Wir müssen die Flüchtlingszahlen um die Nicht-Asylanten reduzieren, um denen helfen zu können, die es nötig haben.“

Liebing schnitt Themen wie die Sicherheit im Land, Gesundheitsversorgung, Schule oder Straßenbau an. Dafür sei Geld vorhanden. Doch es einzusetzen, werde durch fehlende baurechtliche Voraussetzungen verhindert, warf er der Landesregierung vor.

„Ingbert hat mir vieles vorweg genommen“, so Landtagsabgeordnete Astrid Damerow, die sich in ihrem Beitrag auf das Klinikum Niebüll konzentrierte. Sie sprach sich dagegen aus, unterschiedliche Standpunkte unter den Fraktionen in Form eines Schlagabtausches auszutragen. Besser sei es, gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Beim Thema Windkraft sieht sie nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts viel Unsicherheit. Einer möglichen Wiederöffnung der Eisenbahnlinie Flensburg-Niebüll steht Damerow kritisch gegenüber: „Wir haben andere Probleme.“




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