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Einweihung : Cafeteria in der Niebüller Klinik öffnet neu

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Zahlreiche Gäste waren gekommen, um den Raum zu bestaunen. Klinik-Geschäftsführer äußert sich auch zur Geburtenstation.

shz.de von
erstellt am 07.Okt.2017 | 03:53 Uhr

Niebüll | Mit Käsebrötchen, Sahneschnitten und (alkoholfreiem) Sekt ist am Donnerstagnachmittag die neue Cafeteria im Untergeschoss der Niebüller Klinik eröffnet worden. Nach etwa fünf Monaten Bauzeiten waren rund 40 Gäste gekommen, um den vergrößerten und neu gestalteten Raum zu bewundern – in dem nur Tische und Lampen so aussehen wie vor dem Umbau. Neben dem Geschäftsführer des Klinikums Nordfriesland, Christian von der Becke, waren unter anderen der 1. Vorsitzender des Fördervereins des Kreiskrankenhaus (KKH) Niebüll, Karl-Heinz Schmidt, sowie der Amtsdirektor des Amtes Südtondern, Otto Wilke, gekommen. Wenn alles läuft wie geplant, können Besucher, Patienten und Klinikpersonal hier bereits Ende kommender Woche Kaffee trinken und Mittagessen. Bis dahin muss, wer hungrig oder durstig ist, weiterhin in die sechste Etage des Krankenhauses fahren – dorthin war die Cafeteria während der Bauarbeiten umgezogen. Die 160  000 Euro für das Projekt hatte der Förderverein des KKH Niebüll aufgebracht – unter anderem mit zahlreichen Spenden.

„Es ist ein tolles Ergebnis, innerhalb so kurzer Zeit einen so attraktiven Raum für alle zu schaffen“, sagt Christian von der Becke zu Beginn der Einweihungsfeier. Dieser Raum sei ein Ort, an dem Patienten, Gäste und Personal zusammenkommen könnten – eine gemütliche Atmosphäre sei hier wichtig. „Die alte Cafeteria sei seit langem renovierungsbedürftig – sie entsprach nicht dem neuesten Stand “, sagte er und dankte den zahlreichen Helfern und Spendern. „Ich denke, hier wird man sich jetzt wohlfühlen können – ob als Patient, Gast, oder Mitarbeiter.“

Sichtlich stolz zeigte sich auch Karl-Heinz Schmidt. „Das Krankenhaus ist ein Ort, der sonst als unangenehm wahrgenommen wird“, sagt er. Die Aufgabe und das Ziel des Fördervereins sei es, diesen Platz auch schön zu machen – „das ist jetzt gelungen“. So könnte unter anderem die Mitarbeiter „in angenehmer Atmosphäre Kraft tanken“. Die zahlreichen großen Spenden zeigten, wie wichtig den Menschen in der Region das Krankenhaus ist.

Aus eigener Erfahrung weiß auch Otto Wilke, wie sehr eine Cafeteria als „Ort des Klönschnacks und der Zusammenkunft“ gebraucht wird. Als Patient säße man entweder im Zimmer und störe seinen Nachbarn, oder man lungere auf dem Flur herum. Als „Mittelpunkt des Krankenhauses“ sei dieser Raum mit seinem Blick ins Grüne daher sehr wichtig. In seiner kurzen Rede streifte Wilke auch die Geburtenstation in Niebüll: „Wir suchen weiter und hoffen, dass es gelingen wird, die Einrichtung wieder hier vor Ort zu haben“, sagte er in Richtung des Geschäftsführers des Klinikums Nordfriesland.

Dieser reagierte prompt und betonte, dass bestimmte Dinge Zeit bräuchten – der nächste Meilenstein, der jetzt gelingen solle, sei zunächst der Ausbau der Chirurgie. Das Thema Geburtenstation habe er jedoch keinesfalls aus den Augen verloren, sagt van der Becke. Eine solche Station sei jedoch „schwer in der Umsetzung“, unter anderem, da drei Berufsgruppen nötig seien – Hebammen, Ärzte und Kinderkrankenschwestern. „Es ist eine Utopie, dass sich Mitarbeiter aus allen drei Gruppen gleichzeitig finden“, sagt er. Mitarbeiter, die nun gefunden werden, sollen zunächst „in Husum geparkt und gesammelt werden“, ehe es in Niebüll so weit ist, sagt der Geschäftsführer.

Die Veränderung die in der neuen Cafeteria als erstes auffällt, ist ihre Größe: Weil eine Wand versetzt wurde, können hier jetzt rund 40 Menschen sitzen – doppelt so viele wie zuvor, sagt Ralf Wauer, technischer Leiter. Besucher laufen jetzt über einen frisch verlegten Fußboden, die ehemalige Holzdecke der 1967 eröffneten Cafeteria habe nicht den Brandschutzrichtlinien entsprochen. Sie wurde herausgerissen und ist jetzt mit Metall sowie schwer entflammbaren Platten verkleidet, erklärt der Experte. In einem Extra-Bereich können Ärzte und Pfleger ihre Pausen jetzt bei einem Teller Spaghetti gemeinsam an einem Tisch essen – die Wand ziert eine Panorama-Fotografie der Niebüller Skyline. Geblieben sind die Tische, die – zwar neu bezogenen – Stühle und die gelben Lampen aus den 60ern. Letztere hat Wauer zu Hause geputzt und und marode Teile ausgetauscht. Auch andere Arbeiten haben er uns seine Mitarbeiter selbst gemacht, um Kosten zu sparen.

Damit Patienten auch bei Regen frische Luft schnappen können, soll die neu gepflasterte Terrasse vor der Cafeteria demnächst ein Glasdach bekommen. Geöffnet ist an Wochentagen von 7 bis 17 Uhr – am Wochenende sowie an Feiertagen von 8 bis 8.45 sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Neben Frühstück gibt es warmes Mittagessen und Kuchen.

Zuletzt hatte der Förderverein den Bau eines sogenannten Bewegungsbades unterstützt. 2013 hatte er dafür gesorgt, dass ein Außenfahrstuhl am Gebäude installiert wird.

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