Buschwerk-Feuer: Satzungsänderung löst Bedenken aus

shz.de von
16. April 2014, 13:40 Uhr

Eine kleine Änderung sorgte im Hauptausschuss der Gemeinde Leck für reichlich Diskussionsstoff. Es galt, zwei Worte in der Feuerwehrentgeltsatzung zu streichen: „nicht angemeldeten“.

Was einfach klingt, hat einen durchaus komplexen Hintergrund. Grundsätzlich sei es erlaubt, pflanzliche Abfälle unter bestimmten Voraussetzungen auf einem Privatgrundstück zu verbrennen, erinnerte der Ausschussvorsitzende Klaus Steen. Das Problem: Weder die Leitstelle Nord noch das Ordnungsamt nähmen Anmeldungen für diese kontrollierten Buschwerkfeuer an, so Steen. Laut bisheriger Satzung muss derjenige, der Busch abbrennt, einen Einsatz „im Falle eines nicht angemeldeten Feuers auf dem Privatgrundstück, wodurch eine Alarmierung der Feuerwehr ausgelöst wird“, bezahlen. Da eine Anmeldung derzeit nicht geregelt sei, müsse „nicht angemeldeten“ gestrichen werden, einigten sich die Ausschussmitglieder – allerdings mit Bedenken.

Wenn jetzt jemand seinem Nachbarn eins auswischen wolle, brauche er nur die Feuerwehr zu alarmieren, und der Nachbar müsse den Einsatz bezahlen, war etwa ein Einwand. Dem Vorschlag, dass jemand, der pflanzliche Abfälle verbrennen will, die örtliche Feuerwehr per Fax im Vorwege informieren könne, entgegnete Lecks Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn: „Das wird der Wehrführer nicht annehmen.“ Die Ausschussmitglieder einigten sich darauf, einen „gangbaren Weg ohne viel Bürokratie“ zu finden und sich mit dem Thema demnächst wieder zu beschäftigen.





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