Bürgerwindpark ruft Kritiker auf den Plan

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15. November 2013, 00:36 Uhr

Zeitweise ging es auf dem Infoabend in Bergers Gasthof recht laut zu. In den Gemeinden Enge-Sande und Stadum ist ein Windparkprojekt geplant, an dem sich die Bürger beteiligen können und das auf großes Interesse stößt – gleichzeitig aber auch Kritiker auf den Plan ruft.

Die Windeignungsfläche umfasst rund 44 Hektar. Von beiden Gemeinden wurden bereits städtebauliche Verträge vereinbart, welche die planungs- und baurechtlichen Rahmenbedingungen für den Windpark festlegen. So informierte die „Bürger-Windpark Holzacker-Knorburg GmbH & Co. KG“ Anfang November im Gasthof über den Stand der Dinge. Nach Fortschreibung des Regionalplanes für den Planungsraum V kann mit der Umsetzung des Bürgerwindparkprojektes begonnen werden. 15 Landeigentümer haben mit der Betreibergesellschaft auf Gegenseitigkeit beruhende Pacht-Gestaltungsverträge abgeschlossen, die auch nur im gegenseitigen Einvernehmen gekündigt werden können. Nur ein Landeigentümer hat es sich inzwischen anders überlegt, und seinen Vertrag einseitig gekündigt.

Nach Aussage eines der beiden Geschäftführer der Bürger Windpark GmbH & CO. KG, Ingo Storm, ist die gepachtete Fläche zwischen sechs und sieben Hektar groß und teilt sich in zwei ungleich große Areale. Die Gesellschaft benötige diese Areale aber nicht mehr, da sie vorsorglich eine insgesamt ausreichende Fläche von 14 anderen Landeigentümern gepachtet habe.

Aber auch Bürger, die in der Nähe der angekündigten Windkraftanlagen wohnen, bemängeln das Projekt, mit dem sie eine Minderung der Wohnqualität verbinden. „Bei solchen Vorhaben ist es ganz normal, dass es auch Gegner gibt – nicht nur hier, sondern überall. Sie haben auch ihr gutes Recht dazu. Aber in einer Demokratie entscheidet letztendlich die Mehrheit. Und den etwa 50 bis 100 Gegnern stehen knapp 300 Befürworter entgegen, die beim Projekt mitmachen“, erklärt Stadums Bürgermeister Werner Klingebiel.

Insgesamt sollen sieben Anlagen mit einer Nabenhöhe von 93 Metern des Herstellers Siemens errichtet werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt 31 000 000 Euro, davon entfallen 29 953 000 auf Anschaffungs - beziehungsweise Herstellungskosten, und 1 047 000 auf sogenannte Gründungskosten. Die Mindesteinlage je Anleger beträgt 1000 Euro, eine Höchsteinlage der Anleger ist nicht festgelegt.

Die Geschäftsführer der Bürger-Windpark Holzacker-Knorburg Verwaltungs GmbH rechnen damit, dass mit den Bauarbeiten im Jahr 2014 begonnen werden kann, und im selben Jahr auch die Inbetriebnahme des Windparks erfolgen wird.

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