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Windpark in Emmelsbüll-Horsbüll : Bürgerwindpark im Frühjahr am Netz

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

An der Gemeindegrenze zur Stadt Niebüll wächst derzeit ein neuer Windpark / 750 Kommanditisten aus der Region haben Geld angelegt

Der Bürgerwindpark Emmelsbüll-Horsbüll GmbH & Co KG steht kurz vor der Fertigstellung und Inbetriebnahme. Dies erklärte Wolfgang Stapelfeldt, einer der vier Geschäftsführer des Parks. Die Windräder entstehen westlich der Gemeindegrenze zum Stadtgebiet Niebüll, südlich des Schlickweges, nördlich des Gotteskoogdeiches und östlich des Norder-Wrewelsbüller-Weges. Dort werden derzeit sechs Anlagen vom Typ „Senvion 3,4 M104“ mit einer Nennleistung von insgesamt rund 20 Megawatt aufgestellt. Die Gesamthöhe der einzelnen Windräder beträgt 150 Meter. Die geschätzte Jahresenergieleistung wird etwa 61 Millionen Kilowattstunden betragen.

Die gesamten Investitionskosten belaufen sich auf rund 27,5 Millionen Euro, wovon 75 Prozent fremd finanziert werden. Das Eigenkapital von 6 871 000 Euro wird pro Anteil von je 500 Euro von gut 750 Kommanditisten aufgebracht. Diese kommen ausschließlich je zur Hälfte aus der Gemeinde Emmelsbüll-Horsbüll und den sogenannten Nordgemeinden Aventoft, Klanxbüll, Neukirchen und Rodenäs. Damit handelt es sich um einen klassischen Bürgerwindpark, wie die Betreiber betonen.

Da auch die Baugenehmigung vor dem Inkrafttreten des neuen EEG-Gesetzes am 21. Januar 2014 erfolgte, prognostiziert man eine Gesamtausschüttung von 375 Prozent über eine 20-jährige Laufzeit. So wird mit einer Rendite nach Abzug des Kapitaleinsatzes von etwa 14 Prozent pro Jahr gerechnet. Wegen der tageweise zu starken Winde konnten die Gondeln und die an den Narben bereits vormontierten drei Rotorblätter nicht immer termingerecht montiert werden. „Deshalb mussten die Bauhandwerker zwar einige Pausen einlegen, aber dies hat nur zu unwesentlichen Verzögerungen geführt“, so Wolfgang Stapelfeldt. „Wir sind richtig stolz darauf, dass wir so gut im Plan liegen.“

Denn in diesen Tagen können schon die Probeläufe für die beiden ersten Mühlen starten. Hier werden dann die Systeme und elektronischen Teile getestet. Mit einer endgültigen Inbetriebnahme des gesamten Parks rechnet die Geschäftsführung dann bereits Ende Oktober. Das Ereignis will man zusammen mit den Kommanditisten dann voraussichtlich im kommenden Frühjahr bei einem Tag der offenen Tür feiern.




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erstellt am 04.Okt.2014 | 05:00 Uhr

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