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Nordfriesland Tageblatt

13. Dezember 2017 | 04:49 Uhr

Bürgermeister lehnt Gemeinde-Fusionen ab

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

von
erstellt am 05.Jan.2016 | 00:32 Uhr

Auch der achte Neujahrsempfang der Neuzeit in Stadum war mit 110 Gästen sehr gut besucht. Das zeugt zum einen davon, dass die Mehrheit der Stadumer ihre Dorfgemeinschaft schätzt, denn sie waren zumeist mit allen Familienangehörigen in die festlich geschmückte Turnhalle gekommen. Andererseits können sich auch die Veranstalter mit dem Ortskulturring und die ihm angeschlossenen Vereine und Verbände wie auch die Gemeinde darüber freuen, dass so viele ihrer Mitglieder und Bürger die Anstrengungen bei der Ausrichtung dieses ersten gemeinsamen Treffens im neuen Jahr gewürdigt haben.

Zu Beginn wurden die Gäste von den „Breklumer Musikfreunden“, einer weiblichen Gitarrengruppe, musikalisch eingestimmt, und schon bald herrschte – wie in den Jahren zuvor – eine entspannte, fröhliche Stimmung. Bürgermeister Werner Klingebiel stellte in seiner Ansprache unter anderem fest, dass eine Bewertung der Geschehnisse im vergangenen Jahr als Fazit immer nur individuell gesehen werden könne. „Für die Gemeinde kann ich ein insgesamt eher positives Fazit ziehen“, so der Bürgermeister. So zeigen die Bemühungen des Gemeinderats zur Haushaltskonsolidierung erfreuliche Ergebnisse. „Das Baugebiet der Gemeinde ist bis auf einen Bauplatz belegt, und das wirkt sich auch auf unsere Einwohnerzahl aus, die mit 998 Personen konstant geblieben ist.“ Erfreulich auch, dass die Zahl der Kinder unter zehn Jahren auf derzeit 103 gestiegen sei. „Das bedeutet, dass die dritte Gruppe im Kindergarten fest integriert ist und die Gemeinde ein entsprechendes Raumangebot schaffen muss.“ Diese Entwicklung helfe aber auch der Schule.

Im weiteren Verlauf seiner Bewertung der Gemeindesituation verwies der Bürgermeister auf die Planungen für 2016, wie die Ausweisung eines neuen Baugebietes zur Wohnbebauung, und möglichst auch einer Erweiterung des Gewerbegebietes. Leider seien die Bemühungen der Gemeinde gescheitert, schneller an eine zeitgemäße Internet-Anbindung zu kommen, da die Anbieter keine Zusage für DSL selbst bei höherem Finanzmitteleinsatz geben konnten. Zum Thema Großkommune und Zentralisierung sagte Klingebiel: „Eine Zusammenlegung gegen den Willen der Gemeinden im ländlichen Raum wird von den Bürgermeistern und vielen Bewohnern abgelehnt, denn diese Maßnahme dient nur zur Straffung von Strukturen, nicht zur Einsparung von Finanzmitteln.“ Zum Thema Aufnahme von Asylsuchenden hielt er sich bedeckt, da derzeit die Voraussetzungen zur Aufnahme von Flüchtlingen im Ort noch nicht gegeben seien. Szenenapplaus erhielt Werner Klingebiel, als er sagte: „Wir haben wieder einen richtigen Kaufmann.“

Abschließend dankte der Bürgermeister den Ausrichtern des Neujahrsempfangs und allen Aktiven im Dorf, die ehrenamtliche Arbeit leisten. „Alle Vereine und Organisationen sind darauf angewiesen, denn ihr ehrenamtlicher Einsatz hilft bei Vielem und wirkt ja auch der Vereinsamung aller Altersgruppen entgegen.“

Dann ließen sich die Gäste den von den Veranstaltern gestifteten Sekt sowie Kaffee, Kuchen, Kakao und Waffeln munden. Sie erfreuten sich am Klönschnack mit Nachbarn, Freunden und Bekannten und genossen die Bildsequenzen von Ereignissen aus 2015, die Hans Werner Oetjen digital an die Wand projizierte.

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