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Verdienstmedaille : Bürgerin mit Vorbildcharakter

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Anerkennung für ehrenamtlichen Einsatz: Beim Neujahrsempfang wurde Catharine Meseritzer gestern mit der Verdienstmedaille der Stadt Niebüll ausgezeichnet.

von
erstellt am 13.Jan.2014 | 06:30 Uhr

Es ist längst Tradition, dass die Stadt Niebüll bei ihrem Neujahrsempfang das Ehrenamt würdigt. Gestern wurde Catharine Meseritzer mit der Verdienstmedaille der Stadt Niebüll ausgezeichnet. „Ohne das Ehrenamt wäre die Gesellschaft ärmer“, erklärte Bürgervorsteher Uwe Christiansen, der der 73-Jährigen die Auszeichnung überreichte und ihre Verdienste würdigte. „Ich nehme diese Auszeichnung gerne an und bin stolz darauf“, sagte die Geehrte, fügte aber hinzu, dass sie ohne die Mithilfe vieler Helferinnen im ehrenamtlichen Umfeld nicht hier stehen würde.

Catharine Meseritzer stammt aus dem Gotteskoog, erlernte bei „Julius B.“ den Beruf der Einzelhandelskauffrau und lebte mit ihrem Mann Peter Meseritzer bis 1997 in Nordrhein-Westfalen, bevor sie in ihre Heimat zurückkehrte. Hier widmete sie sich älteren Menschen, diesen voran ihrem Vater Jens Julius Johannsen, mit 102 Jahren ältester Niebüller und beim Neujahrsempfang und Ehrung der Tochter mit von der Partie. Mit der Zielsetzung, älteren Mitbürgern zu Hoffnung, Optimismus, Zusammenhalt und Miteinander zu verhelfen, wurde sie in der Arbeitsgemeinschaft Begegnungsstätte aktiv, gründete die Ankergruppe im Seniorenheim Bachstelzenring, organisierte eine Seniorenbegleitung und die Betreuung Dementer und deren Angehöriger. „Und sie machte das alles mit Sachverstand“, lobte Bürgervorsteher Uwe Christiansen in seiner Laudatio. Catharine Meseritzer, die sich in 16 Jahren ehrenamtlichen Wirkens von ihrem Mann unterstützt sah, ermunterte Mitbürger, ihrem Beispiel zu folgen.

Worte zum neuen Jahr kamen von Bürgermeister Wilfried Bockholt mit einer umfassenden Rückschau auf das alte Jahr. „Wir haben auch 2013 eine Menge Geld bewegt, um die Stadt mit ihren knapp 10 000 Menschen zu unterhalten, zu bewirtschaften, zu sanieren, zu erweitern und lebenswert zu erhalten. Er nannte eine Reihe wichtiger Stationen. Zu diesen zählte die Fertigstellung der Regionalschule, die Langstofter Feuerwache, der erste Bauabschnitt der Klärwerkserweiterung und Ausbau der Kindertagesbetreuung. Was die Privatwirtschaft leistete, sei für die Stadt nicht weniger wichtig. Als Beispiele nannte er die Erweiterungsmaßnahmen der VR-Bank und des Dupont/Danisco-Standorts, die Ansiedlung weiterer Betriebe im Gewerbegebiet Ost, den Netto-Markt und den privaten Wohnungsbau mitsamt Mehrfamilienobjekten. Bockholt bedauerte die zögerliche Entwicklung auf dem Gelände des ehemaligen Silos sowie am früheren Hertie-Standort. Als weitere Vorhaben listete er das neue Baugebiet 57 (Risumer Weg) auf, ferner den Ausbau der Wehlenstraße, die Anschaffung eines 410 000 Euro teuren Feuerwehrfahrzeugs und den Bau der 400 000 Euro teuren Physik in der Regionalschule, der auch noch der Wandel zur Gemeinschaftsschule bevorsteht.

Als weitere Stichworte nannte der Bürgermeister die Inklusion am Beispiel des Förderzentrums Südtondern und die Alwin-Lensch-Schule, deren Leiter Rektor Thomsen in Kürze in den Ruhestand geht. Am westlichen Grüngürtel planen Gewoba und Mürwiker Werkstätten eine Wohnanlage, über deren Standort es unterschiedliche Auffassungen gibt. Einrichtungen wie die Begegnungsstätte und die Tafel sowie der TSV Rotweiß verdienen aktuelle Aufmerksamkeit.

Zum demografischen Wandel führte Bockholt an, dass Niebüll in den letzten 20 Jahren 40 Prozent an Einwohnern zugelegt hat. „Aber wir wachsen nicht homogen“, schränkte er ein. Wartelisten in den Kindergärten Ü 3 gibt es nicht mehr. Durch die Schulplanung geistert der Satz „Kinder, die nicht geboren werden, werden keine Klassen füllen“. Es seien nicht politische Veränderungen allein, die zu Schulschließungen führen.

Bockholt zum Bildungsstandort Niebüll: „Wir sind schon lange kein Dorf mehr.“ Der Zuspruch, den die Stadt seit Jahren erfährt, zeige, dass der Weg nicht der verkehrteste sein könne. „Wir sind reich an tollen Menschen, an vielfältigen Aufgaben und an bekannten und unentdeckten Fähigkeiten.“

Bürgermeister und Bürgervorsteher wünschten den Besuchern des Empfangs ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr. Dem Saxophon-Quartett „Quintessenz“ dankte der Bürgermeister für die musikalische Begleitung. Danach bat die Stadt zu einem Imbiss, dessen Getränkeeinnahmen der Jugendfeuerwehr zugute kommen.

 

 

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