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Dagebüll : Bürgerempfang soll Tradition werden

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Gemeinde Dagebüll lud zum Neujahrsempfang ins Hans Momsen Haus / Auszeichnungen für Ehrenamtliche / Bürgermeister zieht positive Bilanz

Ob Neujahrs-oder Bürgerempfang: das erste Treffen, zu dem Bürgermeister Hans-Jürgen die Dagebüller Bürger in das Gemeinde Haus Hans Momsen einlud, war angesichts des guten Besuchs schon mal ein verheißungsvoller Anfang. Einen solchen Empfang soll es nun künftig zum Jahresbeginn geben – als Gelegenheit, einen Bilanzstrich unter das vergangene Jahr zu ziehen, einen Blick in die Zukunft zu tun und den Bürgern Gelegenheit zu bieten, untereinander ins Gespräch zu kommen, weil die Gelegenheiten dazu selten geworden sind.

Der Bürgerempfang bot Gelegenheit für die Verleihung des Ehrenamtspreises. Dieser wurde jetzt zum dritten Mal verliehen. Nach Franziska Dassow und Paul Julius Jacobsen wurde es in diesem Jahr das Ehepaar Peter und Anke Christiansen. Die Laudatio hielt der stellvertretende Bürgermeister Kurt Hinrichsen. „Sie waren immer zur Stelle, wenn sie gerufen wurde“, sagte Hinrichsen. Piet, wie er im Dorf genannt wird, vor allem in technischen Fragen, sie bei Veranstaltungen und im Heimatverein und beide oftmals als gute Geister bei Festen und vielen anderen Anlässen. Den Ehrenamtspreis nahm Tochter Kirsten entgegen, weil ihre Eltern zurzeit im Urlaub in Südafrika sind.

Der Bürgermeister nahm die Gäste des Empfangs mit auf einen virtuellen Rundgang durch die „Drei-Dörfer-Gemeinde“. Häufiges Gesprächsthema ist und bleibt der Strand, der im Zuge der Deichverstärkung 2017/18 ein neues Gesicht erhalten wird. Diese und weitere Maßnahmen wie die Verlegung des Schöpfwerks werden die Gemeinde anteilig etwa zwei Millionen Euro kosten. Die Badebuden werden bestehen bleiben, jedoch in veränderter Aufstellung.
Der Hafen, häufiger Medientreff an windigen Tagen, sei auch ansonsten attraktiv. Überhaupt werde der Ortsteil Dagebüll-Hafen durch die Ferienhäuser und die neue Ladenzeile anders als bisher wahrgenommen und durch ein neues Baugebiet weiter wachsen. Die alte Schule sei verkauft, ihr Umfeld zuweilen auch Festplatz. Mit dem Bau von fünf nicht unumstrittenen Mühlen verbinde sich die Hoffnung auf höhere Gewerbesteuereinnahmen, die die Gemeinde dringend braucht.

Das Fahretofter Hans-Momsen-Haus soll im Sommer fertig sein, dank großen Einsatzes von Hans Werner Paulsen und finanzieller Hilfe von Verlegerwitwe Friede Springer. Das Baugebiet 4 gewinnt Attraktivität und das Gemeindehaus zunehmende Bedeutung als kulturelles Gemeindezentrum. Aus drei Wehren ist mittlerweile eine (mit 63 Einsatzkräften) geworden, der jetzt eine neue Feuerwache zur Verfügung steht. Schwimmbad, Sportplatz, Schulwald und Abenteuerspielplatz bilden ein vielfältiges Freizeitangebot. Wer über Veranstaltungen informiert sein will, findet sie per Mausklick im Internet.

Aus dem dritten Ortsteil ragt Süder-Waygaard heraus. „Sie ist die Perle der Gemeinde“, sagte Bürgermeister Ingwersen. Rund um die einstige Halligwarft habe sich eine lebendige Dorfgemeinschaft gebildet. Die Waygaarder Dorfszenerie mit ihren Friesenhäusern biete Anreize, die zu einem „Dorfkiek“ genutzt werden. Der Osten der Gemeinde stößt an einen Windpark an, für den Dagebüller Bürger 170 Anteile gezeichnet haben. Der Bürgertreff im Gemeindehaus endete mit der Gelegenheit, die neue Feuerwache zu besichtigen. Der Erlös aus einem abschließenden Essen soll dem Schulwald zugute kommen, der durch die letzten Orkane stark gelitten hat.  

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