Bürgerbus: Fahrgastquote soll steigen

Die Gemeinde Sprakebüll möchte künftig mehr vom Bürgerbus profitieren.
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Die Gemeinde Sprakebüll möchte künftig mehr vom Bürgerbus profitieren.

Bürgermeister Karl-Richard Nissen wünscht sich, dass die Sprakebüller noch mehr den Bürgerbus als Verkehrsmittel nutzen

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27. Mai 2015, 12:53 Uhr

Die Sprakebüller zeigen sich spendabel: Bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung im Landgasthof wies Bürgermeister Karl-Richard Nissen darauf hin, dass der Ladelunder Bürgerbus inzwischen auch Sprakebüll ansteuere. Die Haltestelle werde zwar bislang noch nicht zufriedenstellend genutzt, dennoch empfehle er – allein schon aus Gründen der Solidarität – dem Bürgerbusverein beizutreten. Die Gemeindevertretung befolgte diesen Rat ohne Gegenstimmen und Enthaltungen und erklärte sich einverstanden, dem Verein jährlich 200 Euro (das Doppelte des Pflichtbeitrags) zu zahlen.

Der Bürgermeister erinnerte auch daran, dass vorgesehen sei, eine Bürgerstiftung ins Leben zu rufen, in die jährlich Geld einfließen solle. Nachdem inzwischen geklärt sei, dass die jährlichen Zuwendungen zwar im Grundsatz innerhalb von zwei Jahren ausgegeben werden müssen, für besondere Zwecke aber auch angespart werden dürfen, stehe der baldigen Gründungsversammlung der Bürgerstiftung nichts mehr entgegen. Die Rolle des Stiftungsgründers werde voraussichtlich die Sprakebüller Windparkgesellschaft übernehmen.

Auf der Sitzung kamen auch Planerin Barbara Bonin, Leck, und ihr Mitarbeiter Constantin Tönsing zu Wort. Sie erläuterten im Rahmen der Bürgerbeteiligung die geplanten Änderungen zur beabsichtigten Aufstellung der 2. Änderung des Flächennutzungsplanes für das Gebiet östlich der Ortslage, nördlich der Einmündung des „Tannenweges“ in die Landesstraße 300 und südlich der stillgelegten Bahnstrecke. Dabei wurde allen Anwesenden bekanntgegeben, im Westen des „Sondergebietes Biogasanlage Sprakebüllfeld“ seien relativ geringfügige Veränderungen vorgesehen, um sowohl eine Kapazitätserweiterung der Anlage hinsichtlich der Biogasmenge zu ermöglichen, als auch eine übergreifende Nutzung der landwirtschaftlichen und biogastechnischen Betriebsteile auszuschließen. Dazu solle zum einen das Sondergebiet im Südwesten um einen knapp 700 Quadratmeter umfassenden Bereich, auf dem sich ein Verladebehälter für Gärreste und Rindergülle befindet, erweitert werden. Zum andern sei vorgesehen, den landwirtschaftlich genutzten Hallenteil im Nordwesten sowie einen Streifen an der westlichen Grenze des Plangebietes als „Fläche für die Landwirtschaft“ auszuweisen. Diese Regelung akzeptierten die Gemeindevertreter im Verlaufe ihrer Sitzung einstimmig. Sie beschlossen, den Entwurf ihres Planes und dessen Begründung öffentlich auszulegen und die beteiligten Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange entsprechend zu informieren.

In seinem eigenen Bericht führte Karl-Richard Nissen aus, die Bürgermeister der Gemeinden in der Karrharde hätten sich entschieden gegen eine vom SSW-Vorsitzenden Lars Harms angeregte Bildung von Großkommunen ausgesprochen. Der Landtagsabgeordnete werde zu diesem Thema zur nächsten „Bürgermeisterrunde“ des Amtes Südtondern eingeladen.

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