zur Navigation springen
Nordfriesland Tageblatt

20. August 2017 | 06:28 Uhr

Bürger sehen mehr Windkraft-Potenzial

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ergebnisrechnung für die Gemeinde Enge-Sande schließt mit einem Überschussbetrag ab / Längere Öffnungszeiten von Krippe und OGS

„So viele Zuhörer wie heute haben wir noch niemals gehabt,“ freute sich Bürgermeister Carsten-Peter Thomsen, als er die jüngste Sitzung der Gemeindevertretung Enge-Sande eröffnete. Das Thema, das die Zuhörer am stärksten interessierte, war der Sachstand bezüglich der Windkraftplanungen. Bürgermeister Thomsen führte hierzu aus, nach dem Aufstellungsbeschluss für die Änderung des Flächennutzungsplanes sei das Planungsbüro „Gesellschaft für Freilandökologie und Naturschutz (GFN)“ beauftragt worden zu ermitteln, wo es innerhalb des Gebietes der Gemeinde theoretisch noch möglich sei, Windkraftanlagen zu errichten. Laut Feststellung des Planers Jörg Rassmus trifft dies nur auf zwei kleine Flächen zu: die eine im Bereich des bestehenden Windparks Klingenberg, die andere im Gebiet Holzacker-Knorburg.

Mehrere Versammlungsteilnehmer vertraten den Standpunkt, es seien noch mehr Potenzialflächen vorhanden, da das Merkmal des zu schonenden „charakteristischen Landschaftsraumes“ aufgrund des Urteils des Oberverwaltungsgerichts Schleswig, die einstigen Regionalpläne seien ungültig, nicht mehr zum Tragen komme. Die Behauptung, die Gemeinde Enge-Sande habe sich dafür eingesetzt, dass im Bereich des charakteristischen Landschaftsraumes auf Bargumer Seite Windkraftanlagen gebaut werden dürfen, wurde mit Nachdruck als unwahr zurückgewiesen. Am Ende der Diskussion einigte man sich darauf, in Kürze eine Einwohnerversammlung anzuberaumen.

Wie vom Finanzausschuss nach gründlicher Beratung empfohlen, genehmigte die Gemeindevertretung sodann einstimmig alle im Jahre 2014 angefallenen Haushaltsüberschreitungen im Gesamtwert von 119  608 Euro, zuzüglich der Überschreitungen mit einem Wert bis zu 5000 Euro, die der Bürgermeister kraft entsprechender Ermächtigung selbst angewiesen hatte. Letztere beliefen sich auf 84  291 Euro. Die deutlichsten Etatüberschreitungen erfolgten bei der Gewerbesteuerumlage (um 24  340 Euro überschritten), der Unterhaltung der Gemeindewege (22  850 Euro) und bei der Finanzausgleichsrückstellung (21  700 Euro).

Wie vorgetragen wurde, schließt die Ergebnisrechnung für die Gemeinde Enge-Sande mit einem Überschussbetrag in Höhe von 60  215 Euro ab. Hiervon müssen 47  868 Euro der allgemeinen Rücklage und 12  348 Euro der Ergebnisrücklage zugeführt werden. 21  700 Euro waren in die Finanzausgleichsrücklage geflossen, weil aufgrund höherer Gewerbesteuereinnahmen zu erwarten steht, dass auch die Umlagebelastungen höher ausfallen werden. Im Zuge des Jahresabschlusses wurde die Eröffnungsbilanz um 1523 Euro korrigiert. Dem Abschluss wurde einstimmig zugestimmt.

In der Einwohnerfragestunde der Sitzung wurde moniert, dass im Ortsteil Enge Zaunbewuchs und Äste in der Fahrradweg hineinragen. Mit den Wurzelaufbrüchen in diesem werde sich der Bau- und Wegeausschuss in Kürze befassen, hieß es. Hingewiesen wurde auch auf Schäden im Alten Kirchenweg, die durch Transport von Mühlen entstanden, aber noch nicht repariert worden seien. „Die Endabnahme der Straße steht noch aus“, so hieß es. Angesprochen wurde auch die Aufstellung neuer Ortsschilder durch die Straßenverwaltung. Bürgermeister Thomsen sagte, die Gemeinde sei diesbezüglich nicht informiert worden. Bemängelt wurde des Weiteren, dass die Mülltonnen an der Schule noch immer nicht umplatziert wurden. „Vielleicht ergibt sich am neuen Feuerwehrgerätehaus, dessen Bau gute Fortschritte macht, ein geeigneter Standort“, so Bürgermeister Thomsen.

Aufgrund des laut gewordenen Wunsches, die Öffnungszeiten des Kindergartens, der Kinderkrippe sowie der Offenen Ganztagsschule (OGS) vom Montag bis zum Donnerstag bis 17 Uhr und am Freitag bis 15.30 Uhr zu erweitern, beschloss die Gemeindevertretung, ab dem 1. Februar eine Verlängerung der bislang gültigen Zeiten vorzunehmen. Die hierfür erforderlichen Haushaltsmittel sollen im kommenden Jahr bereitgestellt werden.


zur Startseite

von
erstellt am 13.Sep.2015 | 13:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen