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Büchereiumfrage: Geteiltes Interesse an elektronischen Büchern

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2013 | 00:34 Uhr

Das Interesse daran, sich Lesestoff aus der Stadtbücherei online auszuleihen, ist noch verhalten. Das ergab eine Umfrage, die die Studentin Swantje Momsen im Rahmen ihrer Masterarbeit durchführte. Nur die Hälfte der von ihr befragten Personen war interessiert, das digitale Medienangebot anzunehmen und das Webportal anzuklicken. Die andere Hälfte möchte doch lieber bei der klassischen Ausleihe bleiben.

Für viele ist das Buch noch etwas, das man in der Hand haben möchte und in dem man zurück- und nachblättern kann. Die Pro-Hälfte findet es toll, mit der Bücherei 24 Stunden am Tag zum Ausleihen online zu sein.

Das e-Book ist handlich, wiegt so gut wie nichts, erspart für die Urlaubsreise Gewicht, hat variable Schriftgrößen und kann (mit einer Zusatzeinrichtung) auch im Dunkeln gelesen werden.

Swantje Mommsen befragte in 22 Tagen 365 Personen: 52 Prozent Niebüller, 16 Prozent Risum-Lindholmer, einige Dänen sowie andere. Die erste Umfragewoche verlief lebhaft. Danach flaute es ab. Bei den Befragten stellte sie fest, dass bereits 65 Leute e-book lesen, die Hälfte von ihnen das „nicht bücherei-gerechte“ eines anderen Herstellers.

Die Bücherei setzt eine andere Art von e-book ein. Die neun im Einsatz befindlichen Geräte sind laufend ausgeliehen. In den in zwei Versionen zur Onleihe stehenden Bücherei-Books sind je 15 Bücher aufgeladen, die um eine weitere Zahl von Titeln ergänzt werden können. Offiziell startet die Stadtbücherei nach Angaben von Büchereichef Ronald Steiner Anfang nächsten Jahres unter dem Motto „Onleihe zwischen den Meeren“, die übrigens im Lande schon 52 Mal angeboten wird.

Swantje Momsen machte bei ihrer Umfrage auch ein ganzes Bündel von Erfahrungen. Die meisten der Befragten zeigten sich zunächst reserviert – und oftmals mit der Gegenfrage „wat schall dat?“ Andere waren auskunftsfreudiger oder wussten bereits von der Umfrage. Unterm Strich erfuhr die Studentin der Bibliotheks- und Informationswissenschaft viel über das Leseverhalten ihrer Interviewpartner. Sie wertet das Umfrageergebnis jetzt aus. Es fließt dann in ihre Masterarbeit ein, die sie bis Mitte Februar einreichen muss. Bis dahin ist in der Bücherei auch der Startschuss zur „Onleihe“ erfolgt.

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