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Nordfriesland Tageblatt

17. Dezember 2017 | 05:46 Uhr

Bücher ohne Grenzen im Aufwind

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Auf der Jahresversammlung zog die wiedergewählte Vorsitzende Gyde Köster eine positive Bilanz / Mitgliederzahl steigt auf 64

Der Förderverein „Bücher ohne Grenzen“ (B.O.G) leistet gute Arbeit und befindet sich im Aufwind. Diesen Erfolg honorierten die Mitglieder auf der Jahresversammlung mit der Wiederwahl der Vorsitzenden Gyde Köster, ihrem Stellvertreter Jens Köster sowie dem Kassenwart Jürgen Walch.

Zwei Jahre nach dem Umzug von Aventoft nach Ladelund und im zehnten Jahr des Vereinsbestehens konnte Gyde Köster nur Positives aus dem Vorjahr berichten: Die Mitgliederzahl ist auf 64 Personen gestiegen und bewährt hat sich die erstmalige ganzjährige Öffnung des Ladens. „Trotz einiger Ausfälle wegen Krankheit konnte das durch das Engagement der Mitglieder geleistet werden“, freute sich die Vorsitzende. Regelmäßig teilen sich sieben Helfer den Ladendienst, die zeitweise durch weitere Freiwillige unterstützt werden. Gyde Köster erinnerte des weiteren an die gut besuchte Werkstattlesung mit Maria Elisabeth Straub sowie die Autorenlesung mit Jan-Uwe Thoms. „Gut gefallen hat mir die Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Niebüll“, sagte die Vorsitzende mit Blick auf die Lesung mit Jochen Missfeld in Niebüll. Das Gleiche gilt für andere Institutionen, bei deren Veranstaltungen sich der Verein mit Bücherpräsentationen beteiligte, unter anderem beim Antikriegstag in der KZ-Gedenkstätte Ladelund, in der Nordsee Akademie Leck oder einer Weinprobe im Kirchspielkrug. Sehr gut angenommen wurden ebenfalls die Büchertische, die Isolde Jensen zweimal im Jahr im Krankenhaus Niebüll aufbaut und betreut. Große Aufmerksamkeit wird auf die Schaufenstergestaltung gelegt: „Wir versuchen, aktuelle Ereignisse, seien sie politischer oder literarischer Natur, durch Buchauslagen angemessen zu berücksichtigen“, erklärte Gyde Köster. Darüber hinaus absolvierten zum ersten Mal zwei Schüler ein Praktikum im B.O.G.

Das Herzstück des gesamten Geschäftes sind selbstverständlich die Buchspenden, auf die der Verein angewiesen ist. Die Herausforderung bestehe darin, meinte Gyde Köster, den Spagat zwischen Buchspende und Hilfe beim Entsorgen von nicht mehr benötigten Resten von Büchern zu machen. „Wir haben ein Prinzip einführen müssen, um den Zustrom lenken, unsere Sortierarbeit im Lager leisten und die Ordnung im Laden sichern zu können“, sagte sie. Dieses Prinzip sieht so aus: Ein bis zwei Bananenkartons voller Werke werden im Laden angenommen, für größere Anlieferungen werden zwecks Sichtung Hausbesuche verabredet.

Die Idee, gespendete Schriften kostengünstig an den Mann oder die Frau zu bringen, hat sich durchgesetzt und wird gut angenommen. Zahlreiche Werke füllen den Laden, stehen themenorientiert in Reih und Glied. Der Verkauf hat sich in 2014 gelohnt, wie das Zahlenwerk von Kassenwart Jürgen Walch auswies. Dadurch konnte ein sehr erfreuliches Polster erwirtschaftet werden. „Damit wir gut schlafen können, werden wir eine Rücklage bilden“, überlegte Gyde Köster. Ansonsten möchte der Verein schöne, alte Exemplare restaurieren lassen und hier und da die Einrichtung optimieren.

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