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Nordfriesland Tageblatt

18. November 2017 | 13:29 Uhr

Brummendes Event     mit Highlights

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

   Viertes Treckerringstechen des Ringreitervereins Humptrup:                      Sechs Jahrzehnte motorisierte Evolution

Auf der Hausfenne von Hans Andresen nahe der Landesstraße L2 und nicht weit entfernt von der Grenze nach Dänemark brummten am Sonnabend die Motoren. Bei bestem Sommerwetter hatten sich 150 Zuschauer eingefunden, um dem „brummigen Treiben“ zuzuschauen und einen wunderschönen Abend zu erleben. Anlass des Betriebs war das vierte Traktor-Ringstechen, mit dem der Ringreiterverein Humptrup mangels einer geeigneten Wettkampfstätte daheim nach Aventoft gewechselt war.

Bei Hans Andresen rannte Humptrups Vorsitzender Egon Labatzki damit offene Türen ein. Denn: Andresen hatte vorher auf seiner Fenne zwei gleichartige Wettkämpfe veranstaltet, sah sich aber bei der enormen Beteiligung organisatorisch überfordert und fand in den Humptruper Nachbarn ideale Nachfolger.

Zum vierten Event unter Humptruper Regie fanden sich 35 Teilnehmer aus ganz Südtondern ein, unter ihnen auch ein dänischer Nachbar. Gefahren wurde unter sechs Galgen, zwischen denen die Leine mit dem Ring gespannt war. Die Zeit reichte für insgesamt 40 Durchläufe – unterbrochen von einer kurzen Pause, nach der die Bahn gewechselt wurde.

Während beim Ringreiten die Regel „schlanker Galopp und Arsch im Sattel“ als Bedingung gefordert wird, wurde von der tuckernden Variante eine „zügige Fahrt“ verlangt. Diese wurde von den motorisierten Gespannen auch eingehalten: eine Hand am Steuer, die andere an der Lanze. Das brummende Event hatte zwei Aspekte: Zum einen den sportlichen, zum anderen auch einen „kulturell-historischen“, war doch Gelegenheit gegeben, die technische Entwicklung in der Sparte der Landwirtschaft zu sehen, in der das Pferd von brummenden Pferdestärken abgelöst wurde. Hans Andresen und Egon Labatzki schätzten, dass auf dem Turnplatz über sechs Jahrzehnte „motorisierte Evolution“ zu sehen war – und diese teils noch aktiv, teils im Status der Liebhaberei. Der Veranstalter hatte 25 Helfer zur Seite, die beim Auf- und Abbau sowie im Turnierverlauf halfen. Als am Ende die Anzahl der Ringe addiert wurde, standen die Platzierungen fest: 1. Wolfgang Petersen (36 Ringe), 2. Horst Petersen (24), 3. Maik Pinnau (24 Ringe) – alle aus Braderup. Mit 28 Ringen wurde Jessica Sönnichsen beste „Amazone“. Das gute Wetter trug dazu bei, dass es Teilnehmer und Zuschauer noch einige Zeit auf dem Turnierplatz aushielten.

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