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Infrastruktur : Brücke an der Au wird nun abgerissen

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Bisher liegen – außer für eine 75 000 Euro teure Stahlkonstruktion mit Holzbelag – keine weiteren Angebote für einen Ersatz vor

Staunen und Verärgerung bei den Politikern: Ende November hatten sie die Verwaltung gebeten, mehrere Angebotsvorschläge für eine neue Fuß- und Radwegbrücke „Am Audeich“ einzuholen. Nun lag im Infrastruktur- und Umweltausschuss wieder nur das bekannte Modell auf dem Tisch. „Das Bauamt muss endlich in die Puschen kommen und bei verschiedenen Anbietern nach unterschiedlichen Brücken-Varianten anfragen“, forderte nicht nur Annemarie Carstensen (SPD).

Eigentlich sollte der Dezember sitzungsfrei bleiben. Damit die Politiker sich eine neue Brücke aussuchen können und diese schnellstmöglich in Auftrag gegeben werden kann, zeigten sie sich auf der Gemeindevertretersitzung Ende November bereit, eigens dafür spontan zu tagen. Das war nun der Fall, doch die Gesichter der Mitglieder des Infrastruktur- und Umweltausschusses wurden immer länger. Im Beschlussvorschlag wurde erneut die Holzbrücke mit einer Stahlkonstruktion als Unterbau angeführt. Als Holzbelag wird rutschfestes Bongossiholz verlegt, das eine Lebensdauer von rund 35 Jahren hat. Die Kosten werden mit etwa 75  000 Euro beziffert, wenn es eine Alternative zu neuen Fundamenten gibt, verringert sich diese Summe.

Eine Alternative zu diesem Modell wollen aber die Politiker. Was kostet eine reine Stahl-, Beton-, Alu- oder Holzbrücke? Das möchten sie schwarz auf weiß sehen und sich dann entscheiden. Unverständlich fanden sie es, dass das Bauamt nicht in der Lage war, Angebote schnell hereinzuholen. Darauf drängen sie nun, und Jürgen Daniel gab als Anregung Angebote von drei Firmen aus dem Internet mit.

Da es zu keinem Beschluss kam, wurde dieser Tagesordnungspunkt in der nachfolgenden Gemeindevertretersitzung kurzerhand abgesetzt.

Zum Hintergrund: Seit zwei Monaten ist die Brücke über die Lecker Au, die den Ortskern mit dem Gebiet Kokkedahler Weg verbindet, gesperrt. Ein vereidigter Sachverständiger hatte den Übergang untersucht und aus Sicherheitsgründen die konsequente Schließung für alle Verkehrsteilnehmer gefordert. Da nach wiederholter mutwilliger Entfernung der Sperrvorrichtung dies nicht mehr sicherzustellen war, sollte die Brücke unverzüglich abgerissen werden.

Auch das ist noch nicht geschehen, wie jetzt auf der Sitzung des Fachausschusses moniert wurde. „Wir haben auch hier auf ein weiteres Angebot gewartet. Aber es kam keines. Jetzt wird der Abriss für rund 10  000 Euro in die Wege geleitet“, begründete Bürgermeister Rüdiger Skule Langbehn.



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erstellt am 21.Dez.2015 | 18:22 Uhr

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