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Nachwuchskünstler : Britische Musik im hohen Norden

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Band „Roast Apple“ hat jüngst ihre zweite CD aufgenommen und will nun in Schleswig-Holstein und darüber hinaus durchstarten. Die vier Jungs von „Roast Apple“ träumen wie alle jungen Bands davon, irgendwann von ihrem Hobby leben zu können.

shz.de von
erstellt am 05.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Im Moment spielen sie jedes Wochenende ein Konzert, um ihre Musik unter die Leute zu bringen. Die vier Jungs von „Roast Apple“ träumen wie alle jungen Bands davon, irgendwann von ihrem Hobby leben zu können. Um diesem Ziel näher zu kommen, haben sie gerade eine neue CD aufgenommen. Die Platte heißt „Living and dying“ und behandelt das Älterwerden, den Reifeprozess und das Wegziehen aus der Heimat.

Die vier Nordfriesen Finn-Bo Lorenzen (Gesang, Bassgitarre), Rouven Leonavicious (Gitarre, Hintergrundgesang), Lukas Christiansen (Gitarre, Hintergrundgesang) und Liam Pitann (Schlagzeug) sind zwar erst 17 und 18 Jahre alt, aber sie kennen sich schon seit einigen Jahren. Finn-Bo und Rouven gehen noch in die zwölfte Klasse, aber Lukas und Liam haben bereits Ausbildungen angefangen und damit einen neuen Lebensabschnitt eingeleitet.

Die Band besteht seit 2011. Zuerst harmonisierten sie nicht richtig miteinander, aber als dann später Gitarrist Lukas zur Band stieß, ging es voran. Es folgten kleinere Konzerte. 2011 gewannen sie den Nachwuchsbandpreis der VR Bank und spielten als Vorband von Vierkanttretlager. Von da an ging es voran. Die erste CD wurde produziert, und es folgten Konzerte in ganz Schleswig-Holstein und Hamburg.

Ihren Sound beschreiben die vier sympathischen Jungs mit Britpop, Indie, Disco. Dabei sind sie besonders stolz auf das Wortspiel, das ihnen dazu eingefallen ist. „Man kann sagen, wir bringen Britpop In-die Disco“, freut sich Sänger Finn-Bo. Ihre musikalischen Vorbilder sind Two Door Cinema Club, Franz Ferdinand und die Artic Monkeys, was sich auch unbestreitbar in ihrem Sound wiederfinden lässt.

Die erste CD war irgendwann überholt, und so entschlossen sie sich dieses Jahr in Hamburg eine neue Scheibe aufzunehmen. Dafür konnten sie Gregor Hennig verpflichten, der schon unter anderem „Vierkanttretlager“ und „Die Sterne“ produzierte. „Living and Dying“ wurde analog aufgenommen und versprüht deshalb einen weichen Vintagesound, der jedes Indieherz höher schlagen lässt.

Die Jungs verstehen ihr Handwerk und wollen irgendwann, wenn Zeit und Geld es zulassen, nach England, in das Mutterland des Britpop, reisen und ihre Musik unters Volk bringen. „In Großbritanien könnte unser Sound noch besser ankommen, weil Indiebands dort sehr gefragt sind. Es kommt immer darauf an, wen man trifft. Viele Bands werden ja auch durch Zufall berühmt. Man muss am richtigen Ort zur richtigen Zeit sein,“ ist sich Finn-Bo Lorenzen sicher.

Auf ihren Bandnamen angesprochen, werden die Jungs etwas mystisch. „Es gibt da einige Mythen, die sich um die Namensfindung ranken“, erklärt Gitarrist Rouven Leonavicious. Angeblich soll während der Namensfindung einer der Jungs Cola, Energydrink und Bier in einem Becher zusammengemischt haben. Danach auf der Heizung abgestellt und vergessen, schmeckte es dann bei erneutem Ansetzen wie Bratapfel. Da sie Englisch singen, übersetzten sie es ins Britische, und geboren war der Bandname „Roast Apple“. Eigentlich sollte er nur vorläufig bleiben, aber wie so oft, ist dann doch etwas Dauerhaftes daraus geworden.

Nun bewerben die Jungs ihre neue CD, die unter anderem bei Euronics, dem Musikhaus in Niebüll, bei der Buchhandlung Brendel in Leck sowie auf der Homepage www.roastapple.com und bei Konzerten der Band erworben werden kann. Wer also auf tanzbare Indie-Musik im Stil von Mando Diao und Oasis steht, sollte die vier Jungs im Auge behalten.

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