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Nordfriesland Tageblatt

23. August 2017 | 10:49 Uhr

Breckling löst Hansen ab

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Risum-Lindholm hat einen neuen Gemeindewehrführer / Wasser muss mancherorts im Zaum gehalten werden, lehrte ein Vortrag

Die turnusmäßige Generalversammlung der örtlichen Gemeindewehr wählte mit Brandmeister Dirk Breckling einen neuen Gemeindewehrführer. Der 51-jährige Bahnangestellte trat die Nachfolge von Hauptbrandmeister Fedder-Heinrich Hansen an, der nach dem Erreichen der Altersgrenze aus diesem Amt ausschied, das er neun Jahre innegehabt hatte.

Bei Bürgermeister Hauke Christian sen war für das Amt des Gemeindewehrführers nur ein von drei Aktiven unterzeichneter Vorschlag eingegangen. Breckling wurde mit 78 von 80 Stimmen gewählt. Erster Gratulant war der Risumer Wehrführer und Risum-Lindholms stellvertretender Gemeindewehrführer Georg Mahrt, für den am 4. März ebenfalls ein Nachfolger gewählt wird, weil sich beide Ortswehren die Führungssitze der Gemeindewehr „paritätisch“ teilen.

Als weitere Personalie wurden vier Einsatzkräfte zu Hauptfeuerwehrleuten befördert: Jörg Jacobsen, Markus Christiansen und Nis Julius Petersen aus der Lindholmer und Janne Martens aus der Risumer Ortswehr. Ingo Rossen (Risum) wurde für 30-jährige Dienstzeit geehrt. In die Feuerwehr Lindholm wurde ein Kamerad aufgenommen, so dass die Gemeindewehr gegenwärtig über 101 Einsatzkräfte verfügt. Die Jahresberichte der beiden Wehren (über die wir bereits berichteten) wurden um die jüngsten Ereignisse ergänzt. Das waren insgesamt 55 Einsätze, die beide Wehren im Zuge der Orkane Christian und Xaver leisteten. Zudem stellte die Feuerwehr Lindholm eine Anzahl von Deichgängern, die auf den Landesschutzdeichen nach dem Rechten sahen.

Das Wasser stand im Fokus eines Vortrags, den der Geschäftsführer und Verbandsingenieur des Deich- und Hauptsielverbandes Südwesthörn-Bongsiel (DHSV) Thies Horn hielt. Während die Feuerwehr das Wasser für ihre Brandeinsätze braucht, muss der DHSV das Wasser im Zaum halten, um eine Besiedlung und landwirtschaftliche Nutzung des küstennahen Landes sicherzustellen. Im Aufgabenkatalog des Verbandes fließen Hochwasserschutz, Be- und Entwässerung, Natur- und Landschaftsschutz sowie die Rundumbetreuung von 36 Sielverbänden als eine Art hoheitsrechtlicher Auftrag zusammen. Nach dem Wasserverbandsgesetz ist der DHSV eine Körperschaft öffentlichen Rechts. Thies Horn berichtete über die Entwicklung des Verbandes, über die Geschichte der Eindeichung und darüber, wie sensibel mit Gezeiten, Windverhältnissen und Niederschlagsmengen sowie überhaupt mit dem Zusammenwirken von Naturerscheinungen umgegangen sein will. „Richtige Entscheidungen sind oft wie ein Pokerspiel, wenn es gilt, Wasserstände in unseren Anlagen mithilfe der Schöpfwerke zu steuern.“ Der Hauke-Haien-Koog mit seinen beiden Entlastungspoldern ist eine große Hilfe. Doch vor allem hilft die Fülle der technischen Bauwerke, die Wasserstände zu regulieren. „Wenn Speicherbecken und Sielzüge voll und die Ländereien dahinter trocken sind, ist das ideal – sind wir zufrieden.“


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erstellt am 27.Jan.2014 | 00:34 Uhr

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