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Nordfriesland Tageblatt

18. Dezember 2017 | 21:40 Uhr

Brandschutz unter Freunden

vom

shz.de von
erstellt am 28.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Aventoft | Sirenengeheul in Aventoft: "Das Obergeschoss der alten Gaststätte brennt", so lautete der Notruf an die Feuerwehr. Vier Personen seien dort vom Feuer eingeschlossen und werden vermisst. Neben der einheimischen Wehr rückte nur kurze Zeit später auch die gesamte Fahrzeugflotte der dänischen Nachbarwehr aus Tondern an. Zum Glück stellte sich jedoch alles als eine geplante Großübung heraus, und zwar im zwanzigsten Jahr hintereinander als grenzüberschreitende Zusammenarbeit beider Wehren. Das Übungsszenario sah vor, dass gemeinsame Atemschutztrupps aus Aventoft und Tondern die vermissten Personen bergen sollten.

Die "verletzten" Personen waren täuschend echt von der Tönder Beredskab geschminkt, und durch zusätzliches Gerät wurden entsprechende Hilfe- und Schmerzensrufe nachgestellt. Die umliegenden Reetdach-Häuser wurden ebenfalls von Trupps beider Wehren vor dem Funkenflug geschützt. Daneben wurde noch ein Verkehrsunfall mit einer eingeklemmten Person simuliert. Neben einigen Nachbar-Wehrführern sowie zahlreichen Zaungästen aus der Bevölkerung war auch Aventofts Bürgermeisterin Christine Harksen Beobachterin der Übung. Sie lobte bei der anschließenden Manöverkritik das gute menschliche Miteinander beider Wehren. Mit dem Verlauf der Übung zeigten sich alle Verantwortlichen sehr zufrieden. Besonders lobten Aventofts Wehrführer Uwe Ingwersen und sein Einsatzleiter Frank van Gellekom die perfekte grenzüberschreitende Alarmierung über die Leitstelle in Harrislee, die man erstmalig seit dem neuen System so ausprobiert hatte.

Mit einem typischen dänischen Toast, dem dreifachen Hurra und Brand, Brand, Brand hoffte Brandkapitän Paul Erik Hendriksen von Tönder Brandväsen auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit und Kameradschaft.

Diese hob auch der frühere stellvertretende Amtswehrführer der Wiedingharde Anton Christiansen hervor. Das habe sich sich schon 1965 gezeigt, als nachts bei einem Großfeuer auf dänischer Seite der damals noch verschlossene Grenz-Schlagbaum einfach aufgebrochen wurde und die deutschen Wehren beim Löschen halfen. "Das ging ganz fantastisch, auch ohne EU und Interreg, aber fast wäre der damalige Wehrführer noch wegen Grenzverletzung angeklagt worden."

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