Jugendfeuerwehr Klixbüll : Brandschutz-Nachwuchs in Aktion

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Seit 35 Jahren gibt es die Jugendfeuerwehr Klixbüll-Bosbüll: Der Wettstreit um den Amtspokal war deshalb mit einem Pfingstzeltlager kombiniert

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27. Mai 2015, 12:43 Uhr

Die Jugendfeuerwehr Klixbüll-Bosbüll nahm das Jubiläum ihres 35-jährigen Bestehens zum Anlass, alle Jugendfeuerwehren des Amtes Südtondern zu einem Pfingstzeltlager einzuladen. Zur feierlichen Eröffnung waren auch viele Inhaber höherer Dienstgrade der Feuerwehren sowie die Bürgermeister nahezu aller beteiligten Kommunen mit von der Partie. Sie alle hatten vor den Zelten der Jugendlichen in einem großen Karree Aufstellung genommen. Der besondere Dank des für die hiesige Jugendarbeit verantwortlichen, stellvertretenden Amtswehrführers Herbert Krüger galt dem Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehr Klixbüll, Björn Petersen, für die von ihm und seinen Helfern geleistete Arbeit bei der Vorbereitung und dem Aufbau des Zeltlagers.

Klixbülls Bürgermeister, Werner Schweizer, blickte auf die ereignisreiche Geschichte der Jugendfeuerwehr Klixbüll-Bosbüll zurück und zitierte dabei aus der vom Ehrenwehrführer Hans Andresen verfassten Chronik. Dieser hatte sich hinsichtlich der Gründung der Jugendwehr erinnert: „Wir fühlten uns nicht nur der Tradition verbunden, sondern auch der Zukunft verpflichtet.“ Die Gründung der Jugendfeuerwehr sei am 14. November 1979 erfolgt, nachdem 1978 das neue Feuerwehrmagazin fertiggestellt war und man den Jugendlichen nunmehr eine Heimstatt bieten konnte. Spontan waren 27 Jungen zwischen zwölf und 16 Jahren in die Jugendwehr eingetreten. „Diesen enormen Zulauf verdankte sie den Männern, die ein gutes Gespür für die Wünsche der Jugendlichen hatten und für diese ein spannendes Programm auflegten“, so Werner Schweizer. Nach dessen Überzeugung weist die Arbeit der Jugendfeuerwehren zwei Aspekte auf: die Sicherung des Nachwuchses und die Wertevermittlung. Für letztere biete die Feuerwehr eine hervorragende Plattform.

Der Kreisjugendfeuerwehrwart, Björn Hufski, gratulierte in seinem Grußwort der ihr Jubiläum feiernden Jugendwehr und lobte die Jugendlichen aller beteiligten Wehren: „Ich finde es Klasse, dass ihr heute in Uniform in erster Geige angetreten seid.“ Den Grußworten folgten Geschenke von Vertretern verschiedener Gastwehren und Kommunen.

Zu den Höhepunkten des Pfingstzeltlagers der Jugendfeuerwehren des Amtes Südtondern zählte der Wettkampf am Sonnabend um den „Amtspokal“. Am Vormittag traten insgesamt 97 Mädchen und Jungen in ihrer Dienstkleidung auf dem Sportplatz hinter der Schule an, um sich gemeinsam zu der dem Lager gegenüberliegenden Wiese zu begeben. Dort fanden sich, begleitet von ihren erwachsenen Betreuern, die Jugendlichen folgender acht Jugendfeuerwehren ein: Achtrup, Enge-Sande, Humptrup, Klixbüll-Bosbüll, Leck, Osterschnatebüll-Klintum, Süderlügum und Uphusum-Holm. Als einzige der teilnehmenden Wehren war Leck mit zwei Gruppen vertreten. Von den insgesamt elf Jugendfeuerwehren des Amtes Südtondern fehlten entschuldigt die aus Niebüll, Stadum und der Wiedingharde.

Jede Gruppe hatte alle fünf zum Wettkampf zählende Spiele zu absolvieren. Um die Jüngeren nicht zu benachteiligen, erfolgte die Bewertung der Teilnehmer nach einem ihr Alter berücksichtigenden Schlüssel. Die Kinder und Jugendlichen mussten – mit angezogenen Handschuhen – einen Schlauchzielwurf meistern, wobei es darauf ankam, nach Möglichkeit durch das mittlere von drei abgesteckten Toren zu treffen. Auch wurde von ihnen verlangt, einen Tischtennisball schnellstmöglich durch zwei aneinander gekuppelte C-Schläuche zu befördern. Ferner mussten sie auf einer 80 Meter langen und 20 Meter breiten Bahn eine Angriffsübung mit Wasser über Hindernisse absolvieren und dabei am Ende drei gefüllte Kanister umspritzen. Für die Absolvierung von Knoten und Stichen, deren Auswahl den Jugendlichen freistand, durften diese ihre Handschuhe ausziehen. Außerdem hatten alle Wettkämpfer 15 Fragen aus den Bereichen der Feuerwehrtechnik und Allgemeinbildung zu beantworten, zum Beispiel: „Welche Wassermenge liefert ein B-Strahlrohr mit einem 16 Millimeter-Mundstück pro Minute?“ oder „Wie lang ist ein A-Saugschlauch?“

Die Auswertung der Wettkampfprotokolle nahm relativ viel Zeit in Anspruch. Sodann verkündete Herbert Krüger die mit Spannung erwarteten Ergebnisse. Mit 434 Wertungspunkten hatte Klixbüll-Bosbüll den dritten Platz der Tabelle belegt, Süderlügum mit 634 Punkten das zweitbeste Ergebnis errungen. Als Siegerin des Pokalwettkampfes wurde die Jugendwehr Achtrup ausgerufen. Sie hatte 669 Punkte erzielt.

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