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Arbeitsreiches Jahr : Brandschützer hatten gut zu tun

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Feuerwehr Niebüll-Deezbüll leistet 4733 ehrenamtliche Einsatzstunden. Von 251 Einsätzen entfielen 117 auf das Konto der beiden Orkane.

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2014 | 09:00 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Niebüll-Deezbüll meldet das bisher arbeitsreichste Jahr in ihrer 132-jährigen Geschichte. Unfälle, Brände und zwei stürmische Naturereignisse riefen die Niebüller Einsatzkräfte hinaus. Insgesamt kamen, wie Niebülls Feuerwehrchef Uwe Mussack auflistete, 4733 ehrenamtliche Einsatz- und Arbeitsstunden zusammen – fast das doppelte an Zeit wie im Jahr davor.

83 Einsätze waren tagsüber zu fahren und von diesen 71 während der Arbeitszeit, für die Hauptbrandmeister Mussack den Niebüller Arbeitgebern dankte. Von den 251 Einsätzen entfielen 117 auf das Konto der Orkane Christian und Xaver, von den 134 übrigen waren es 31 Brände, 67 Hilfeleistungen, vier Verkehrsunfälle und 20 Türöffnungen und einiges „Sonstige“, wie der Keller unter Wasser und der Stubentiger auf dem Baum. 36 Mal klingelte der Fehlalarm, davon 16 Mal bei der Stadt. Die Wehr rettete 23 Personen aus Notsituationen. Für vier von ihnen kam die Hilfe zu spät. Nach besonders tragischen und belastenden Einsätzen half die seelsorgerische Betreuung von Dr. Christian A. Winter.

Eine Reihe von Einsätzen war Nachbarschaftshilfe. Bei größeren Einsätzen half die Feuerwehr Langstoft. Vielfach zeigte sich gutes Miteinander mit Polizei, Rettungsdienst, dem Roten Kreuz, Technischen Hilfswerk und Bauhof. Beim Elbe-Hochwasser war die Wehr mit zwölf Einsatzkräften im Juni fünf Tage in Sachsen-Anhalt dabei.

Im normalen Dienstbetrieb kam die Wehr ihren Pflichten nach, die bestimmt waren von Ausbildung, Training, Fitness und dem Know How für spezielle Tätigkeiten – und das in 3300 Dienststunden mit einer 74,6-prozentigen Beteiligung. Ereignisse, wie etwa die Übung auf dem Hindenburgdamm, hoben sich aus dem Alltag heraus. Dazu zählten auch der Tag der offenen Tür und der Spieletag der Jugendwehr. Doch über all das stellte die Wehrführung einen guten Ausbildungsstand ihrer zurzeit im Schnitt 37,6 Jahre jungen 78-köpfigen Mannschaft, aus der 20 Ehrenmitglieder hervorgegangen sind – und 27 Jugendfeuerwehrleute Zukunft bedeuten. Die Wehr wird von heute 455 Passiven unterstützt.

Technisch erwartet die Wehr eine Aufbesserung mit der Anschaffung eines 410 000 Euro teuren Fahrzeugs. Aus Spenden und Beiträgen der Passiven wurde eine zweite Wärmebildkamera angeschafft. Windmüller halfen bei der Anschaffung einer Ausrüstung für die Höhenretter, die „Notfallrettung“ beim Kauf wichtigen Erste-Hilfe-Materials.

Wie immer war in der Generalversammlung eine Reihe von Personalien abzuarbeiten. Neuer stellvertretender Wehrführer wurde Sönke Hansen. Er tritt die Nachfolge von Olaf Kunze an, der nach 25-jähriger Dienstzeit in Führungspositionen auf eigenen Wunsch ausschied und sich ins zweite Glied zurückzieht. Arne Christiansen rückt an die Spitze des 2. Zuges, Mathias Kubel ist neuer Zugführer 1, und Timo Martens führt jetzt die 2. Gruppe. In die Wehr aufgenommen wurden 16 Mitglieder, davon zwei ins Probejahr und zehn aus der Jugendwehr.

Befördert wurden Berit Schröder zur Löschmeisterin und Carsten Bernau, Freyja Lauf und Matthias Wiskemann zu Hauptfeuerwehrleuten. Für langjährige Zugehörigkeit zur Feuerwehr wurden geehrt: Sven Paulsen (10), Hans Detlef Kasch und Kafrl-Heinz Michaelsen (50) sowie Siegfried Fischer (60 Jahre Mitglied). Brandschutzehrenzeichen überreichte stellvertretender Bürgermeister Bernd Neumann an Christian P. Andresen und Uwe Plakties (in Gold) und an Wolfgang Flügge, Stefan Findeisen und Per Hinrichsen (in Silber).

Abschließend übermittelten die zahlreich erschienenen Gäste Grußworte – an ihrer Spitze Bürgervorsteher Uwe Christiansen mit den Worten an die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrleute. „Ihre Einsatzbereitschaft ist unser Ruhekissen.“

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