Video vom Grosseinsatz bei Dagebüll : Brand in Scheune in Nordfriesland: Hilfe kommt aus Dänemark

Beim Brand bei Dagebüll wurde auch Hilfe aus Dänemark angefordert.
Beim Brand bei Dagebüll wurde auch Hilfe aus Dänemark angefordert.

Mehrere deutsche Feuerwehren sind am Mittwoch im Einsatz bei Dagebüll. Das Wasser bringen die dänischen Kollegen mit.

shz.de von
20. Mai 2015, 16:27 Uhr

Dagebüll | Gleich neun Feuerwehren sind am Mittwochvormittag zu einem Feuer in den Hauke-Haien-Koog bei Dagebüll im Kreis Nordfriesland ausgerückt. Gegen 10.15 Uhr alarmierten Mitarbeiter eines landwirtschaftlichen Betriebes die Feuerwehr – aus einer großen Scheune kam es zu einer Rauchentwicklung. Das bedeutete Großalarm für die Feuerwehren Dagebüll, Waygaard, Fahretoft, Niebüll und Ockholm.

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Im Inneren der Scheune lagerten unter anderem größere Mengen Stroh. Die Einsatzleitung ließ die Alarmstufe kurze Zeit später noch einmal erhöhen, da es in den entlegeneren Bereichen wie dem Hauke-Haien-Koog keine umfangreiche Löschwasserversorgung gibt.

Unter schwerem Atemschutz gingen Einsatzkräfte der Feuerwehr in den Innenangriff – ein Vollbrand und somit Totalschaden der Scheune konnte verhindert werden. Die Löscharbeiten gestalteten sich dennoch sehr schwierig, da die Glutnester nur schwer zu finden waren.

Während der Löscharbeiten wurde auch Hilfe aus dem benachbarten Dänemark angefordert. Um im Falle einer Ausbreitung des Feuers genug Löschwasser zur Verfügung zu haben, rückte die Feuerwehr aus Bredebro mit einem 20.000 Liter Wasser fassenden Tanker an.

„Die deutsch-dänische Zusammenarbeit unserer Feuerwehren bewährt sich immer wieder“, sagt Nordfrieslands Kreisbrandmeister Christian Albertsen. Auch Henning Mamsen von der Feuerwehr aus dem dänischen Bredebro sieht in der Zusammenarbeit nur Vorteile: „Wenn wir in Dänemark bei uns Hilfe brauchen, beispielsweise fehlen uns in der Region Allradfahrzeuge, dann können wir uns auf die deutschen Kameraden verlassen und wenn die Deutschen Hilfe von unseren Tanklöschfahrzeugen brauchen, dann kommen wir ebenfalls gerne über die Grenze.“

Das Feuer im Hauke-Haien-Koog war nach rund zwei Stunden unter Kontrolle und gegen 13 Uhr gelöscht. Im Einsatz waren fast 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, DRK und der Polizei. Die Brandursache ist noch unklar. Beamte der Kriminalpolizei haben erste Ermittlungen aufgenommen.

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