Kurz hinter der Grenze : Bramstedtlund: Bürokratie stoppt Trafo-Transport

Seit Dienstag geht es nicht voran. Der Trafo-Transport wartet kurz hinter der Grenze.
Seit Dienstag geht es nicht voran. Der Trafo-Transport wartet kurz hinter der Grenze.

7,8 Kilometer weit müsste der Trafo noch reisen, um an seinen Bestimmungsort zu kommen. Doch die Deutsche Bürokratie macht dem Spediteur einen Strich durch die Rechnung. Er wartet seit Dienstag.

shz.de von
04. Oktober 2014, 10:44 Uhr

Bramstedtlund | Der erste der beiden 21-achsigen Spezialanhänger ist nur einen Meter von der deutschen Grenze entfernt. Doch hier, kurz vor Bramstedtlund in Nordfriesland, war für zwei schwere Trafo-Transporte aus Richtung Dänemark plötzlich Schluss. „Das ist total ärgerlich“, sagt Steven Bech (31), Transportleiter der dänischen Spedition Torben Rafn. Obwohl sämtliche zuständigen deutschen Behörden den Tross zuvor genehmigt hätten, habe die Polizei die am Dienstag beantragte Begleitung am Mittwoch abgelehnt. „Kein Personal“, habe es geheißen.

Die beiden 261 Tonnen schwere Transformatoren sind in Apenrade angeschifft worden und sollten zum neuen Umspannwerk in Jardelund im Kreis Schleswig-Flensburg transportiert werden. „Das sind von hier aus nur noch 7,8 Kilometer“, sagt der Speditionsangestellte Ole Jacobsen (53), der seit Dienstag an der Grenze zusammen mit einem Kollegen die Fracht bewacht. Von der Polizei war am Freitag keine Stellungnahme zu erhalten.
 

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen