Botschaft an die ganze Welt

Chorleiterin Christel Johannsen in Aktion.
Foto:
1 von 1
Chorleiterin Christel Johannsen in Aktion.

von
20. Dezember 2013, 00:33 Uhr

Zum traditionellen Weihnachtskonzert in der St. Gallus-Kirche erschienen so viele Zuhörer, dass noch zusätzliche Stühle herbeigeschafft werden mussten. Das musikalische Programm wurde gestaltet von dem Gemischten Chor Galmsbüll unter der souveränen Leitung von Christel Johannsen, dessen Vokalsolisten Barbara Geske-Fahnenschmidt (Sopran), Bärbel Fikau (Alt) und Ernst Wagner (Bass) sowie einem von Dr. Volker März von der Kastenorgel aus geleiteten Instrumentalensemble. Letzterem gehörten – außer dem Organisten – an: Hubert Lürkens (Oboe), Gudrun von Hielmcrone (Blockflöte), Brigitte Ullrich (Violine und Flöte), Sören Ullrich (Violine) und Anja Schröder (Violoncello).

Lieselotte Levsen sprach ein nachdenklich stimmendes Gedicht von Hermann Claudius: „Wisst ihr noch, wie es gesche`n?“ Die Begrüßung sowie ein geistliches Grußwort steuerte Pastor Claus-Walter Christen bei, der die biblische Weihnachtsgeschichte als eine „Botschaft an die ganze Welt“ würdigte und damit die Auswahl der im Programm enthaltenen Lieder aus Deutschland, England, Frankreich, Italien, Polen und Schweden begründete.

Zum Auftakt erklang der schlichte Kanon „Seht, die gute Zeit ist nah“, der sich harmonisch auf ein ostinates, von den Bassstimmen gesungenes „Halleluja“ stützte. Nach dem Lied „Weihnacht, strahlendes Fest“, dessen skandinavischer Klangcharakter auf den schwedischen Komponisten G. Nordqvist hinwies, gestalteten der Chor, der Instrumentalkreis und die stimmlich sich gut ergänzenden Vokalsolisten in anrührender Weise die frühbarocke Kantate „Tochter Zion, singe Psalmen“ von W. Briegel. Deren ständig wiederkehrender Refrain lautete: „Hosianna überall!“

Es folgte der Hauptbeitrag der Instrumentalisten: ein dreisätziges Oboenkonzert von B. Marcello, das vorweihnachtlichen Glanz ausstrahlte. Als Solist verdiente sich Huber Türkens ein Sonderlob für sein klangschönes Spiel mit vielen quicklebendigen Läufen. Seine Mitspieler beschränkten sich darauf, die Oboe zu begleiten und zu stützen. Die von P. Cornelius auf den vierstimmigen Choral „Wie schön leuchtet der Morgenstern“ draufkomponierte Arie „Drei Könige aus dem Morgenland“, eingerichtet für Sopran und Basso continuo, sang die Sopranistin Barbara Geske-Fahnenschmidt mit heller, klarer Stimme und deutlich zu verstehender Aussprache. Das Orgelspiel des Volker März bot ihr dabei sicheren harmonischen Halt.

Sänger und Instrumente meldeten sich wieder gemeinsam musikalisch zu Wort, indem sie auf der Grundlage einer von A. Corelli verfassten „Pastorale“ den mitreißenden Satz „Singt Jubellieder“ anstimmten. Mit diesem und dem nachfolgenden „Gloria“ sorgten sie stimmungsmäßig für den Höhepunkt des rundum gelungenen Abends.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen