Beteiligung : Bosbüll bezieht junge Bürger ein

Anbau am Gemeindehaus ist fertig / Zur Erneuerung des Spielplatzes findet im Januar eine Versammlung mit Kindern und Jugendlichen statt

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07. Januar 2015, 05:00 Uhr

Der Anbau am Gemeindehaus ist fertiggestellt und auch schon in Betrieb. Das berichtete Bosbülls Bürgermeister Ingo Böhm in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Das Bauvorhaben, von der Niebüller Architektin Bianca Paulsen zu Papier und für Kosten von 85  000 errichtet, dient gleich mehreren Zwecken. In einer Art Wintergarten können Besucher des Gemeindehauses ihre Zigarette rauchen. Ein geschlossener Raum dient als Garage und Werkstatt. Und die nach Osten offene und überdachte Seite bietet Eltern einen Unterstand, von dem aus sie ihre Kinder auf dem angrenzenden Spielplatz im Blick haben.

Neu in der Gemeinde ist das kleine Baugebiet an der Hauptstraße, auf dem Platz für vier Wohngrundstücke ist. Die Bauplätze sind nur für Bosbüller Einwohner vorgesehen und kosten um 45 Euro pro Quadratmeter. Zwei der Bauplätze sind noch zu haben.

Nach heutigem Stand zählt die Gemeinde 210 Einwohner, von denen 45 unter 18 Jahre alt sind. In diesem Jahr wird die Gemeinde ihren Spielplatz am Gemeindehaus runderneuern. Für Kosten von 50  000 Euro sollen der Platz als Spiellandschaft eingerichtet und neues Spielgerät angeschafft werden. Vorbereitend dazu findet mit Beteiligung der Kinder und Jugendlichen noch in diesem Monat eine Einwohnerversammlung statt, bei der auch der Planer anwesend ist. Der angrenzende Bolzplatz bleibt bestehen wie bisher.

Die Gemeinde hat in jüngerer Vergangenheit vom „Mut und Pioniergeist“ (O-Ton Böhm) einiger weniger aus der Gemeinde profitiert. Stellvertretend für das wirtschaftlich heute gut aufgestellte Dorf stehen Initiatoren wie Jonny Ingwersen, Dieter Boysen, Walter Lorenzen und der erst kürzlich verstorbene Altbürgermeister Peter Matthiesen. Über die zunächst äußerst kritisch gesehene Nutzung der Windkraft und die in der Folge entstandenen „Solarfelder“ mit Biotop-Charakter redet heute keiner mehr – und wenn, dann mit Untermalung freundliche schwarzer Zahlen.

Die durch und durch finanziell gesunde Gemeinde hat in der Gewerbesteuer ihr festes Standbein. Der Etat 2013 warf einen Ertrag von 214  000 Euro ab, von denen 200  000 die Finanzausgleichsrücklage verstärken. In diesem Jahr soll außer in den Spielplatz auch noch in einen Fuß- und Radweg im Dorf investiert werden.

 

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