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Mobile Kontrolle : Blitzschnell Rasern auf der Spur

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die Polizei jagt Temposünder mit einem mobilen Lasermessgerät. Zwei bis drei Tage im Monat wird das „Traffic Patrol“ in Südtondern eingesetzt.

An drei Stellen standen die Niebüller Polizeibeamten gestern und kontrollierten die Geschwindigkeit der vorbeifahrenden Autos mit einem Lasermessgerät. In der Mühlenstraße am Kindergarten, bei der Reithalle in der Gotteskoogstraße sowie in der Gather Landstraße Höhe Edeka wurden in insgesamt anderthalb Stunden 15 Pkw-Fahrer angehalten, die zu schnell fuhren und jetzt zwar nicht mit Punkten in Flensburg, wohl aber mit Verwarnungsstrafen von 15 bis 35 Euro rechnen müssen.

Dass Beamte vor Ort solche Verkehrsüberwachungsaufgaben wieder selbst in die Hand nehmen, ist relativ neu. Erst Ende des vergangenen Jahres sind hiesige Polizisten dafür geschult worden. Vorher war das Bezirksrevier Husum für die Geschwindigkeitsüberwachungen mit Lasermessgeräten zuständig. Durch die Umstrukturierungen bei der Polizei – seit die Polizeidirektion Husum nun zur Polizeidirektion Flensburg gehört – hat sich das jedoch geändert.

Regelmäßig wird das Lasermessgerät aus Husum ausgeliehen. Jeweils zwei bis drei Tage im Monat sind Polizisten in Niebüll und Leck dann beispielsweise mit dem „Traffic Patrol“ im Einsatz. Der Vorteil solch eines Lasergeräts sei, dass es schnell aufgebaut und abgebaut werden kann. „Sobald wir merken, dass die Autofahrer gewarnt sind, können wir eine andere Stelle aufsuchen“, erklärt Revierbeamter Jens Paulsen, der gestern mit zwei weiteren Kollegen kontrolliert hatte. Auch könne an Standorten gemessen werden, die für die großen Eso-Blitzanlagen zu klein seien. So werde das mobile Gerät vor allem in Wohngebieten und in Tempo-30-Zonen eingesetzt. „Innerhalb kürzester Zeit können wir viele Verstöße feststellen. Die meisten liegen aber im Verwarnungsbereich.“

Das Gros der Bürger, die von den Beamten angehalten werden, reagiert positiv auf die Messungen. Paulsen: „Die erste Frage ist meist, ob es Punkte gibt. Sonst aber gibt es keine Widersprüche.“ Die Akzeptanz der Messungen sei hoch. „Sie werden von den Bürgern mit Wohlgefallen aufgenommen. Viele geben uns sogar Tipps, wo wir uns noch hinstellen sollten, weil dort ebenfalls viel gerast wird“, sagt Jens Paulsen.

Diese Erfahrung haben auch die Kollegen der Polizeistation in Leck gemacht. „Es kommt relativ häufig vor, dass wir Anregungen aus der Bevölkerungen bekommen“, sagt Polizeioberkommissar Alexander Donig, der auch schon mit dem mobilen Geschwindigkeitsmesser unterwegs war. „Wir postieren uns zum Beispiel vor Schulen und Kindergärten. Viele Verkehrsteilnehmer halten sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Vor der Schule in Stadum haben wir bei unserer letzten Messung jedoch innerhalb einer Stunde bis zu zehn Leute erwischt, die zu schnell gefahren sind.“ Kontrolliert werden von den Beamten auch bevorzugt die Lecker Ortseingänge. Ansonsten gilt: „Wir entscheiden spontan, wo wir das Gerät einsetzen.“ Das trifft ebenfalls auf Niebülls Beamte zu, die auch heute wieder den mobilen Geschwindigkeitsmesser im Einsatz haben.

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erstellt am 24.Jan.2014 | 08:30 Uhr

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