Klanxbüll : Bis die Füße zucken: Well Done begeistert im Charlottenhof

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Die Musiker von Well Done brachten das Publikum zum Tanzen.

Die Musiker von Well Done brachten das Publikum zum Tanzen.

Im wahren Leben sind die Well-Done-Musiker Autoverkäufer oder IT-Techniker – auf der Bühne feuern sie Hit-Feuerwerke ab.

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18. August 2019, 14:38 Uhr

Klanxbüll | Im Charlottenhof ging die Post ab: Die Kieler Gruppe Well Done begeisterte mit handfestem Rock, überragenden Gitarristen und einem Sound, den Björn Jensen hervorragend ausgesteuert hat.

Der Mann im Hintergrund machte es möglich, die soundintensiven Songs ohne Kopfdröhnung zu genießen, auch ohne dass die mitsingende Meute den Klang der Band übertönte. Dafür bedankte sich die gut aufgelegte Herrencombo ausdrücklich.

Am Ende tanzt der ganze Saal

„Bis die Füße zucken“ lautete die Überschrift ihres ambitionierten Programms, das sich bis kurz vor 23 Uhr hinzog. Daran hielten sich die animierten Nordfriesen von Beginn an. Während zunächst die Frontsteher mit Ausfallschritten glänzten, tanzte am Ende der ganze Saal.

Geschäftsführerin Bärbel Nissen-Schütt wippte hinterm Cocktailstand, FKJlerin Franziska Brandl wirbelte ihr Geschirrtuch im Takt, während Abendmanagerin Ingemarie Nielsen Extrabeifall erhielt, als sie die Zustimmung für weitere Zugaben erteilte.

30 Superhits der Rockgeschichte

„Wer hat bloß die Playlist geschrieben“, stöhnte ein Bandmitglied scherzhaft angesichts der aufwändigen Stückauswahl mit rund 30 Super-Hits der Rockgeschichte. Die Auswahl hätte nicht besser sein können: Die Kracher von ZZ Top, Metallica, Faith No More, Queen, Police oder Status Quo flogen im Minutentakt in die Ohren.

Die beiden Gitarristen – die doppelten Franks – standen sich in nichts nach. Die eingängigen, ausgezeichnet nachgespielten, bekannten Gitarrenriffs zeigten das Können der Hobbymusiker, die absolut eingespielt sind. „Wie touren seit Anfang 2004 mit Rock und Blues in klassischer Besetzung mit reichlich Bühnen- und Lebenserfahrung überwiegend durch Schleswig-Holstein.

IT-Techniker und Autoverkäufer auf der Bühne

Im ordentlichen Leben sind die gestandenen Männer IT-Techniker, Autoverkäufer oder beim NDR-Fernsehen. Da sie auch brave Familienväter sind, stehen sie nur rund 15 Mal im Jahr auf der Bühne – ein Glück für die Klanxbüller, dass Bärbel Nissen-Schütt zugeschlagen hat. „Absolut auch meine Musik“, bekennt die Tinningstedterin, die regelmäßig das Risiko mit neuen Bands wagt.

Spannend waren die Bearbeitungen der Band, die „Billie Jean“ oder „Hot Stuff“ erfolgreich rockmäßig beackerten. Immer wieder gern gehört erklangen die Mitsingklassiker wie „Bad Case of Loving You“ von Robert Palmer oder „So lonely“ von Sting/Police.

Wiederkehr erwünscht

Sänger Ralf forderte sein „Lololo“ und er bekam es natürlich lautstark zurück. Mit Ausflügen ins Publikum nahm seine Bühnenshow an Fahrt auf, bis er am Ende niederkniete und bekannte „Ich kann nicht mehr!“

Zuvor feuerten die Musiker ihre Knaller „Maniac“, „Tainted Love“ oder „Whiskey in the Jar“ ab. Mit dem schrägen Zugaben-Mix aus „Rote Rosen regnen“, „Mendocino“ und „Flieger, grüß mir die Sonne“ gaben auch die tanzenden Zuschauer noch einmal bis zur Erschöpfung alles. „Die müssen wiederkommen!“ war die einhellige Meinung.

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