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Bilder-Reise die Landschaft einer längst vergangenen Zeit

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Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Ein volles Haus bescherte dem Ortskulturring und der Freiwillige Feuerwehr Stadum Jochen Missfeldt, der zur Autorenlesung in die Heuherberge Hedwigsruh gekommen war. Der Vorsitzende des Ortskulturringes, Manfred Hopf, stellte den in Stadum und Oeversee lebenden und arbeitenden bekannten Schriftsteller vor. Dabei wurde deutlich, dass der mehrfach mit namhaften Preisen wie dem Friedrich Hebbel-Preis, dem Wilhelm- Raabe-Literaturpreis, dem Theodor-Storm-Preis der Stadt Husum und dem Hugo- Junkers-Journalistenpreis ausgezeichnete Autor auch Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Stadum ist.

Außerdem, so Manfred Hopf, habe Jochen Missfeldt zugunsten der derzeit in Arbeit befindlichen Chronik zum 125-jährigen Jubiläum der Feuerwehr Stadum auf sein Honorar verzichtet. Dazu meinte der Autor in seiner kurzen Begrüßung: „Ich bin zwar nicht der eifrigste Feuerwehrmann, doch die Mitgliedschaft in der Stadumer Wehr steht bei mir ganz oben an.“

Das Buch „Klaar Kimming“, das er seinem Publikum dann vorstellte, entpuppte sich als opulenter Bildband, der in einer fotografischen Reise durch Norddeutschland in der frühen Zeit des 20. Jahrhunderts schwarz-weiße Fotografien des Hamburger Wanderfotografen Max Broders zeigt. Der Fotograf lebte von 1886 bis 1974 und hat auf seinen Reisen Bilder geschaffen, die den Westen und Osten Schleswig-Holsteins sowie die Halligen und das Hamburger Umland mit dem ganz eigenen Charme großformatiger Schwarz-Weiß-Fotografien dokumentieren. Als Kenner mit umfassendem Wissen aus der Region, hat Jochen Missfeldt die Beschreibungen der Fotografien ergänzt.

Seine Schilderung war die Einladung an die Gäste der Lesung, mitzureisen in die einzigartige Landschaft Norddeutschlands einer leider längst vergangenen Zeit. Dabei wurde das Credo des Fotografen Max Broders, der „klare Horizont“ und damit Schauen und Erleben, in beinahe jedem Bild sichtbar.

Max Broders hat seine Motive in der freien Natur gesucht. Den Menschen zeigte er dabei stets bei seiner Arbeit und im Einklang mit der Natur. Auf seinen Wanderungen traf er auch Menschen, mit denen er Freundschaften schloss, die ein Leben lang hielten und die ihn zu besonderen Bildern inspirierten. So galt sein besonderes Interesse der Hallig Langeneß, die er oft besuchte. Und auch hier gelangen ihm herausragende Fotografien, die Eingang in seinen sehenswerten Bildband fanden.

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erstellt am 25.Mär.2015 | 15:42 Uhr

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