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Neues Gefährt : Bewohner eines Altenheims fahren ab jetzt mit E-Rikscha

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Niebüller Senioren können eigene Ausflüge mit dem Rad unternehmen.

Mal rauskommen, die frische Luft und Natur von Nordfriesland hautnah erleben – das geht am besten mit dem Fahrrad. Für den Großteil der Bewohner der Seniorenwohnanlage Gath war das bisher nur eingeschränkt möglich. Das wird sich in Zukunft ändern, denn die Seniorenanlage besitzt nun eine eigene E-Rikscha, die allen 95 Bewohnern kostenfrei zur Verfügung steht.
Die Idee zum Kauf der Rikscha ist schon vor zwei Jahren entstanden, als Catharine Meseritzer von der „Anker-Gruppe“ das erste Mal auf das Projekt „Radeln ohne Alter“ aufmerksam wurde. Ihre Gruppe setzt sich aus ehrenamtlichen Helfern zusammen, die stets zum Wohle der Bewohner des Seniorenheims im Einsatz sind und nach neuen Projekten Ausschau halten. Mit ihrem Mann Peter Meseritzer reiste sie damals nach Berlin, um sich selbst ein Bild vom Fahren mit einer Rikscha zu machen und mit Begeisterung war die Entscheidung zur Realisierung des Projekts zügig gefallen.

 Der Preis für die Rikscha lag bei etwa 6200 Euro, daher waren Spenden unerlässlich. Die Wilhelmine-Jessen-Nissen Stiftung mit Ludolf Melfsen als Vorstand zeigte sich großzügig und übernahm einen Großteil der Kosten. Der Rest wurde durch Spenden der Bewohner und Angehörigen sowie von weiteren Spenden an die Anker-Gruppe bezahlt. „Wir fanden die Idee toll. Es ist eine schöne Möglichkeit für die Bewohner mit der Natur in Kontakt zu kommen“, so begründete Frauke Nissen von der Wilhelmine-Jessen-Nissen Stiftung ihre Spendenbereitschaft.

Auch Martin Albrecht, Leiter der Seniorenwohnanlage begrüßte das Projekt mit offenen Armen. „Die Bewohner sind absolut begeistert. Viele von ihnen sind nicht mehr mobil und haben ab nun wieder die Möglichkeit, herauszukommen und Ausflüge in die Stadt zu unternehmen“.
Am Sonnabend wurde die Rikscha schließlich feierlich in der Cafeteria eingeweiht. Mehrere Runden drehte Martin Albrecht dabei mit seinen Heimbewohnern durch die Cafeteria und diese reagierten beeindruckt auf das nagelneue Gefährt.

Mit passenden Liedern wie „Danke für diesen guten Morgen“ begleitete der Posaunenchor aus Süderlügum die Veranstaltung und sorgte für gute Laune unter den Senioren. Laut Ordnungsamt darf die Rikscha offiziell auch auf der Straße gefahren werden. In Zukunft wird das zweirädrige Gefährt demnach nicht nur in der Cafeteria gefahren, sondern die Radkutsche wird auch ein fester Bestandteil des Stadtbildes von Niebüll werden und den Bewohnern aus dem Bachstelzenring wieder zu neuer Mobilität verhelfen.


 

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