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Erfolgreiche Spendensammlung : Bewegungsbad: „Wir können starten“

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Die erste Hürde ist geschafft: Dank der Spendenbereitschaft der Südtonderaner kann mit der Sanierung des Bads noch 2014 begonnen werden

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2014 | 05:00 Uhr

Es kann losgehen: Krankenhausverwaltungsleitung und Krankenhausförderverein signalisierten jüngst grünes Licht für die Erneuerung des Bewegungsbades im Erdgeschoss des Hauses. Das seit drei Jahren außer Betrieb stehende Bad soll nun durch ein neues, doppelt so großes Bewegungsbad ersetzt werden.

Die mit 300 000 Euro veranschlagten Kosten kommen überwiegend aus Spenden zusammen. Vorgesehen war, dass mit den Bauarbeiten begonnen werden soll, wenn zwei Drittel der Kostensumme zur Verfügung stehen. „Das ist jetzt der Fall“, freut sich Fördervereinsvorsitzender Karl-Heinz Schmidt. „Wir können starten. Noch fehlen uns 100 000 Euro.“ Klinik-Verwaltungschef Christian Volquardsen ist optimistisch: „Ich freue mich absolut und hoffe, dass noch vor Fertigstellung des Bades genügend Spendengelder hereinkommen.“

„Für uns ist das heute ein ganz großer Tag“, wertete Amtsvorsteher Peter Ewaldsen das Signal zum Startschuss für ein Vorhaben, das im Lande seinesgleichen sucht. Es gebe in Schleswig-Holstein kein Krankenhaus mit einem Förderverein an seiner Seite, der für zwei Projekte ein Spendenaufkommen von 400 000 Euro auf die Beine bringt. Womit Ewaldsen auch an den erst jüngst für 100 000 Euro gebauten Außen-Fahrstuhl erinnerte. Er kündigte an, in der nächsten Amtsausschusssitzung erneut um Spenden von den Gemeinden zu bitten. „Ich sehe in der Bevölkerung großes Interesse an dem Projekt.“ Diese Zuneigung vermisse er vom Krankenhausträger, den er aufforderte, lukrative Offerten nicht immer nach Husum zu ziehen.

Amtsdirektor Otto Wilke erklärte, er sehe gute Chancen, „dass von den Gemeinden Spenden hereinkommen“. Freilich schloss er die derzeit zehn Fehlbedarfsgemeinden aus. Die anderen besser gestellten Kommunen würden Spendenbeträge erst im kommenden Haushalt berücksichtigen können, bat er um Verständnis für die bisherige „Null-Resonanz“.

Auch Bürgermeister Wilfried Bockholt zeigte sich zuversichtlich. Er sehe keinen Anlass für eine Negativtendenz und meinte, es herrschte allgemeine Einsicht über die Notwendigkeit einer gut ausgestatteten Klinik in der Nordwestecke des Landes. „Wenn wir hier in Niebüll mit dem Bewegungsbad eine gute Reha-Möglichkeit haben, ist das toll.“ Der Bürgermeister wünschte sich vom Betreiber der Klinik ebenfalls mehr Engagement. Die Hoffnung auf dessen größere Beteiligung musste Verwaltungsleiter Volquardsen dämpfen. „Wir können uns tatsächlich nicht mehr leisten“, bat er zu bedenken, „Sonst bleiben andere Dinge auf der Strecke.“ Er betonte, dass die Klinik Niebüll als „Vollversorger“ auf der Agenda stehe. „Dieses Haus hat Potenzial“, bekundete er.

Das Spendenaufkommen schilderte Schatzmeister Werner Laabs. Die ersten privaten Spenden über 150 Euro kamen aus Niebüll und Leck. Der Kreiskrankenhaus-Förderverein machte am 17. Februar dieses Jahres mit einem Betrag von 60 000 Euro den Anfang. Der Klinikträger zog mit 50 000 Euro nach. Es folgten die Stadt Niebüll (15 000), Die Gemeinde Risum-Lindholm (10 000), Round Table RT 88 (8000), der Bürgerwindpark Sprakebüll (2500), ein privater Spender aus Niebüll (15 000) und 123 Einzelspender sowie Privatfirmen (15 500). Das ergab ein Aufkommen von 176 000 Euro. Die bis zur Startgrenze noch fehlenden 24 000 Euro legte der Förderverein jetzt noch drauf und erhöhte seinen Beitrag nun 84 000 Euro.

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