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Gesundheit : Bewegungsbad soll dieses Jahr stehen

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Das für unterschiedliche Therapien benötigte Bewegungsbad im Klinikum Nordfriesland ist nahezu komplett finanziert

Es gibt Neuigkeiten aus dem Haus Niebüll des Klinikums Nordfriesland und vom Krankenhaus-Förderverein. Diese betreffen die Geriatrische Abteilung, das Bewegungsbad und das Therapiezentrum Nord (TZN) im „Keller“ der Niebüller Klinik.

Nomen est Omen: Ins Bewegungsbad kommt Bewegung. Ralf Wauer, Technischer Leiter des Hauses, steht derzeit in Verhandlungen mit der Lieferfirma für das Bewegungsbad. Dessen Kosten belaufen sich nach groben Schätzungen auf etwa 300  000 Euro. Für die Finanzierung des Bades, das „rauf und runter“ im Hause alle Stationen/Abteilungen dringend benötigen (wir berichteten mehrfach zum Beispiel über die Bedeutung für Nachbehandlung nach Operationen oder für das Baby-Schwimmen), stehen bereits 240  000 Euro zur Verfügung, die sich zusammensetzen aus Eigenmitteln des Trägers (50  000), Spenden von zusammen 136  000 Euro (darunter 84  000 Euro vom Förderverein, 15  000 von einem Einzelspender, 8000 von Round Table 88 und 25  400 aus Beträgen von 30 bis 2500 Euro) sowie 57  500 Euro von 15 Gemeinden und der Stadt Niebüll. Das neue Bad soll deutlich größer sein als das alte. Dazu müssen bauliche Voraussetzungen geschaffen – und mit jedem nur zur Verfügung stehenden Quadratmeter gegeizt werden, wie Technischer Leiter Wauer demonstrierte. „Ich hoffe, das Bad noch in diesem Sommer betriebsfertig melden zu können“, erklärte er auf Anfrage von Schatzmeister Werner Laabs, der für die vorbereitenden Arbeiten bereits 25  000 Euro locker gemacht hat.

Eine weitere Neuigkeit kommt aus dem Keller der Klinik. Dem Therapiezentrum Nord steht dort seit einigen Tagen ein Vierzellenbad zur Verfügung, das in Physiotherapie und Wundbehandlung eingesetzt werden kann und therapeutische Maßnahmen unterstützt. Wie der Geriater Dr. Ludolf Matthiesen erläuterte, handelt es sich um ein hydroelektrisches Teilbad mit vier Wannen/Zellen, in denen die Extremitäten – Arme und Beine – behandelt werden. In jeder der Zellen befinden sich Elektroden, die gemeinsam oder einzeln eingeschaltet werden können und für eine großflächige Wirkung durch galvanischem Strom sorgen. Mithilfe des Stroms erfolgt eine Aktivierung von Nerven, eine Belebung der Kleingefäße und die Beseitigung von Wundheilungsstörungen, erläuterte Dr. Matthiesen, der sich als „Wasserfreund“ bezeichnete. Das Vierzellenbad kostete 6500 Euro. „5000 Euro haben wir übernommen“, erklärte Krankenhaus-Fördervereins-Vorsitzender Karl-Heinz Schmidt.

Neuigkeit Nummer drei kommt aus der Geriatrie, die sich seit ihrer Inbetriebnahme als Selbstgänger erweist. Um dem großen Zuspruch gerecht zu werden, wurde die Abteilung von 20 auf 30 Betten erweitert. Für die zusätzlichen Betten wurde in Station 4 Platz geschaffen. Die Geriatrische Abteilung befindet sich jetzt auf den Stationen 3 und 4. Damit allerdings sind im Klinikum Niebüll alle Raumreserven ausgeschöpft, deutete Dr. Matthiesen an. Dem Haus Niebüll fehlen dringend Akutbetten. Zeitweilig müssen Patienten auch in der Notaufnahme oder auf Fluren untergebracht werden.

 

 


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