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Fahrplan-Neuerungen : Bessere Verbindungen und ein neuer Unterstand

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

Reisende der neg (Norddeutsche Eisenbahngesellschaft) müssen in Uphusum nicht mehr im Regen stehen.

Lange hat es gedauert, doch nun müssen auch Reisende der neg (Norddeutsche Eisenbahngesellschaft) in Uphusum nicht mehr im Regen stehen. Die Haltestelle hat – rechtzeitig zum Herbstbeginn – einen Wetterschutz-Unterstand bekommen. Neg-Geschäftsführer Ingo Dewald und Uphusums Bürgermeister Helmut Stender durchschnitten – im Beisein etlicher Amtskollegen aus dem Umland – feierlich das Band.

Dewald erinnerte in seiner Ansprache an die wechselvolle Geschichte des Unterstandes, die 2012 eigentlich hätte abgeschlossen sein sollen. Doch aus der Einweihung wurde damals nichts, die Statik war nicht prüfbar. Die neg musste den Auftrag nach zwei Jahren hin und her rückabwickeln. Das Ersatzhäuschen allerdings wer derart mangelhaft verschweißt, dass auch dieses nicht einsetzbar war. Erst mit Hilfe der Niebüller Firma Sven Vogt sei es gelungen, einen funktionstüchtigen Unterstand zu präsentieren.

Eine weitere Neuigkeit, die insbesondere Schüler freuen dürfte: Ab Dezember verbessern sich auf der Strecke Esbjerg-Tønder-Niebüll die Verbindungen. So stoppt der Zug – ergänzend zu den bekannten Verbindungen – auf dem Weg ins Mittelzentrum Montag bis Freitag um 7.13 Uhr in Süderlügum, um 7.18 in Uphusum und erreicht Niebüll um 7.25 Uhr. Mittags geht es von Niebüll um 13.20 Uhr in Richtung Norden. Ankunft in Uphusum ist um 13.25 Uhr, in Süderlügum um 13.29 Uhr. Dewald: „Für viele Schüler ist das eine große Verbesserung.“ Erschienen doch bisher etliche auf Grund der Verbindungen morgens fünf, manchmal auch zehn Minuten zu spät im Unterricht.

Die Züge halten in Uphusum und Süderlügum allerdings nur bei Bedarf. Eine viereckige Säule aus Stahl, ausgerüstet mit einem Halte-Knopf und einem Display, dient dazu, dem Zugführer rechtzeitig ein Signal zu geben, dass er bereits lange vor der Haltestelle empfangen kann.

Ab 2020 wird die Beschleunigung auf Dänemarks Bahnstrecken sich auch auf Südtondern auswirken, berichtete Ingo Dewald. Der dänische Streckenabschnitt werde mit ETCS-Signaltechnik ausgestattet, somit werde Tempo 120 km/h möglich. Entsprechend müsse sich sich die neg vorbereiten (derzeit wird auf ihren Strecken höchstens 80 km/h gefahren). Drei Brücken an diesem Streckenabschnitt seien bereits geprüft worden, sie halten Tempo 120 aus. Gleiches blühe nun den Kreuzungen und Bahnübergängen. Sie seien technisch zu sichern, einige müssten – mit kommunalem Einvernehmen – aufgelöst werden. „Das müssen wir gemeinsam abstimmen.“ Letztendlich, so Dewald, verbessere sich die Reisezeit zwischen Niebüll und Esbjerg um 20 Prozent – von heute 108 auf künftig 88 Minuten.

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erstellt am 15.Okt.2015 | 09:30 Uhr

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