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Besonderes Fest: Als der Vater wieder mitfeierte

vom
Aus der Redaktion des Nordfriesland Tageblatt

shz.de von
erstellt am 23.Dez.2016 | 16:19 Uhr

Catharine Meseritzer aus Niebüll erinnert sich an ein besonderes Weihnachtsfest im Jahre 1948. „Mein Vater konnte das erste Mal nach vielen Jahren mit seiner Familie, unserer Mutter und drei Geschwistern, Weihnachten feiern. Er kam im April des Jahres aus der Gefangenschaft in Frankreich nach Hause. Mutter schmückte den Weihnachtsbaum – wir bekamen ihn erst zur Bescherung zu sehen. Nach dem Essen verschwanden meine Eltern, sie gingen ins Wohnzimmer, bald kam auch schon der Weihnachtsmann – wir hörten seine lauten Schritte, konnten ihn leider nicht sehen. Wir mussten noch den Tisch abräumen und das viele Geschirr abwaschen.

Dann wurde die Tür zum Wohnzimmer geöffnet, nachdem der Weihnachtsmann mit der Glocke geklingelt hatte und leider gegangen war. Es erstrahlten die Kerzen am Weihnachtsbaum, die Geschenke lagen schön verpackt darunter. Wir mussten ein Gedicht vortragen – die Aufregung war groß. Die Geschenke waren aus der heutigen Sicht klein, die Freude aber groß. Es gab Hefte mit Buntstiften, die Puppe bekam neue Kleider – sie war vor Weihnachten verschwunden, nun war sie endlich wieder da.“

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